Richard K. Morgan (geb. 1965), in London geboren, hat den Zukunftsroman mit dem Detektivroman der harten Schule gekreuzt, bis der Körper nur noch Miete ist. Das Unsterblichkeitsprogramm lagert das Bewusstsein in einem Speicher im Nacken; stirbt die Hülle, kauft wer zahlen kann sich ein neues Leben, und ein ehemaliger Elitesoldat klärt einen Mord, den das Opfer selbst nicht glaubt.
Leben
Anglistik, dann Jahre als Sprachlehrer in der Türkei und in Spanien. Der Umweg war dieser Beruf am Rand: Morgan hat die Zukunft nicht aus dem Labor erzählt, sondern aus der Erfahrung, dass man austauschbar ist, sobald jemand den Vertrag kündigt. 2002 der erste Roman, 2003 der Philip-K.-Dick-Preis; Fortsetzungen um Takeshi Kovacs, später andere Welten. Er lebt in England.
Wirkung
Morgan hat Unsterblichkeit als Klassenfrage geschrieben. Wer speichert, wer wird geladen, wer bleibt tot, weil das Geld nicht reicht: Die Seelenwanderung ist hier ein Markt. Kovacs ermittelt in einem Körper, der nicht der seine ist, und die Stadt Bay City riecht nach dem Kriminalroman des zwanzigsten Jahrhunderts, nur dass Kugeln den Speicher schonen sollen. Damit war der Zukunftsroman nach 2000 wieder hart, zynisch, politisch im Beutel, nicht in der Rede.
Eine Serie hat 2018 den englischen Titel behalten und den Körperwechsel zum Schauspiel gemacht. Die Bücher bleiben kälter in der Verachtung für die Reichen, die Jahrhunderte kaufen. Wer Morgan nur als Verfasser von Spannung mit Technik liest, hat die Hülle nicht als Ware gesehen. Wer nur die Ware nimmt, unterschlägt, dass Kovacs trotzdem einen Toten rächen soll, als gäbe es noch Schuld.
Werke
- Das Unsterblichkeitsprogramm (2002)
In Auswahl außerdem: Gefallene Engel, Heiliger Zorn, Dünne Luft.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.