Autor:Norbert Elias

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Norbert Elias (1897–1990), in Breslau geboren und in Amsterdam gestorben, hat Zivilisation als langen Zwang beschrieben, der vom Hof in den Körper wandert. Über den Prozess der Zivilisation von 1939 erschien im Exil und wurde erst ein Menschenalter später zum Kanon.

Leben

Medizin und Philosophie, Mannheim, 1933 die Flucht über Paris nach England, Leicester, späte Gastprofessuren, Amsterdam. Der Umweg ist die Verspätung: Das Hauptwerk blieb jahrzehntelang fast ungelesen. Anerkennung kam mit der Bundesrepublik der siebziger Jahre, der Adorno-Preis 1977. Die Eltern starben in Auschwitz; er hat darüber wenig dogmatisch, genau geschrieben.

Wirkung

Schamschwelle, Selbstzwang, Figuration, Gewaltmonopol: Elias hat der Soziologie die lange Dauer zurückgegeben, gegen den kurzen Wandel und gegen den Kulturstolz. Der Hof, nicht die Fabrik, ist bei ihm die Schule der Affektdämpfung. Die Prozesssoziologie hängt an diesem Buch.

Wer ihn nur als Historiker der Gabel liest, unterschlägt den Staat. Wer nur den Staat rettet, unterschlägt die Scham, ohne die das Monopol der Gewalt nicht in den Körper kriecht. Die Verspätung hat das Werk nicht widerlegt; sie hat es geschärft.

Werke

In Auswahl außerdem: Die höfische Gesellschaft, Etablierte und Außenseiter.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.