Autor:Giacomo Casanova
Giacomo Casanova (1725–1798), in Venedig geboren, hat den Ausbruch aus den Bleikammern des Dogenpalastes zum europäischen Bild gemacht, lange bevor die Memoiren das ganze Leben ausbreiteten. Geschichte meiner Flucht erzählt die Nacht zum 1. November 1756; Akten bestätigen Einzelheiten, die man ihm als Prahlerei vorhielt.
Leben
Schauspielermutter, Abbruch der geistlichen Laufbahn, Spiel, Spitzen, Gefängnisse, der Name Chevalier de Seingalt, Paris, London, die Lotterie, zuletzt Bibliothekar auf Schloss Dux in Böhmen. Der Umweg ist diese eine Nacht unter dem Blei: Wer 1756 über das Dach des Palastes geht, braucht dreißig Jahre, bis der Bericht 1788 in Leipzig auf Französisch erscheint. Denselben Stoff nahm er in die Geschichte meines Lebens. Er starb in Dux.
Wirkung
Casanova hat den Häftling vor den Verführer gesetzt, und die Nachwelt hat die Reihenfolge umgekehrt. Zeitgenossen in Paris hörten die Geschichte, sobald er nicht von den Piombi sprach, und fanden ihn unerträglich; die Aufklärung las einen Sieg über Willkür, die Romantik einen Selbsthelfer. Der Bericht steht vor den großen Memoiren und hat sie vorbereitet: dieselbe Stimme, kürzer, auf eine Nacht und die Monate danach konzentriert.
Als Roman gilt das Buch nicht, auch wenn es wie einer vorankommt. Es ist Quelle und Selbstinszenierung in einem Atemzug. Wer Casanova nur als Verführer kennt, findet hier den Mann, der ein Dach zum Weg macht. Die Bleikammern sind seither ein europäisches Bild der Staatsgewalt unter Blei; er hat sie verlassen und dafür gesorgt, dass man den Ausgang mit seinem Namen erzählt, als wäre er der einzige, der je herauskam.
Werke
- Geschichte meiner Flucht (1788)
In Auswahl außerdem: Geschichte meines Lebens, Icosameron.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.