Autor:Gabriele Wittek

1933 2024
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Gabriele Wittek (1933–2024), in Wertingen geboren, hat die neue religiöse Bewegung Universelles Leben gegründet und ihr eine Offenbarungsschrift gegeben, die die Bibel ersetzen will. Das ist Mein Wort – Alpha und Omega von 1991 gilt der Gemeinschaft als maßgebliches Evangelium; außerhalb ihrer ist es eine neuzeitliche Kundgabe, keine historische Quelle.

Leben

Tochter eines Schneidermeisters, Lehre als Kontoristin, München, die Ehe, Würzburg. Der Umweg ist das Jahr 1975: Wittek berichtete, Botschaften eines »Geistlehrers Bruder Emanuel« und bald Christi selbst zu empfangen, bei wachem Bewusstsein, nicht in Trance. Um diese Kundgaben sammelte sich ein Kreis, 1980 das Heimholungswerk Jesu Christi, 1984 das Universelle Leben. Der Gabriele-Verlag Das Wort verbreitete Dutzende von Titeln unter ihrem Namen; die Anhänger nannten sie Prophetin und Posaune Gottes. Sie starb 2024.

Wirkung

Wittek hat eine Neuoffenbarung an die Stelle der Kirchenbibel gesetzt. Das Hauptwerk überarbeitet ein von Gideon Jasper Ouseley um 1900 verfertigtes Apokryphon, hängt jeder Stelle die Formel an, Christus erkläre, berichtige und vertiefe das Wort, und bindet die Heilsbotschaft an Tierliebe, Wiedergeburt, Enthaltung von Fleisch und an die Person der Gründerin. Innerhalb der Gemeinschaft hat der Band den Rang, den in Kirchen die Schrift hat: er wird vorgelesen, übersetzt, gesendet und zur Werbung benutzt. Die Religionswissenschaft ordnet ihn unter die deutschen Neuoffenbarungsbewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts, nicht unter die Evangelien des ersten.

Kritiker haben die Schrift eine Propagandaschrift genannt, in der Christus zum Zuarbeiter Witteks werde; Aussteiger und kirchliche Beobachter beschrieben Personenkult, wirtschaftliche Verflechtung und die Lehre, die überlieferte Bibel sei menschliche Fälschung. Wer das Buch als Evangelium liest, vollzieht die Glaubensentscheidung der Gemeinschaft. Wer es nur als Kuriosum abtut, unterschlägt, dass eine Organisation daraus Lehre, Verlag und Hofgüter gebaut hat. Beschreiben heißt hier: den Anspruch nennen, ohne ihn zu übernehmen.

Werke

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.