Das ist Mein Wort – Alpha und Omega

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Das ist Mein Wort – Alpha und Omega
Autor(en): Gabriele Wittek
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Gabriele-Verlag
Serie:
Erscheinungsjahr: 1991
Seitenanzahl: 1081 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3892019606
ISBN-13/

EAN-Code:

9783892019602
Schlagwörter: Offenbarung, Evangelium, Sekte, Christus
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Rezensionen
Umschlag

Das ist Mein Wort – Alpha und Omega ist das 1991 im Gabriele-Verlag erschienene Offenbarungsbuch von Gabriele Wittek, der Gründerin der neuen religiösen Bewegung Universelles Leben. Der volle Titel nennt das Evangelium Jesu und eine Christusoffenbarung, welche die Welt nicht kenne; spätere Ausgaben kehren den Satz um und sprechen von den wahren Christen in aller Welt. Der Text entstand 1989 und 1990 zunächst in drei Teilen und gilt der Gemeinschaft als maßgebliche Schrift. Er zählt nicht als historisches Evangelium, sondern als neuzeitliche Offenbarung, die die Bibel berichtigen will.

Inhalt

Wittek schreibt gegen die Kirchenbibel als menschliche Fälschung. Grundlage ist das von Gideon Jasper Ouseley um 1900 veröffentlichte Evangelium des vollkommenen Lebens, ein neuzeitliches Apokryphon, das Motive der Evangelien vegetarisch umdeutet. Andrew Linzey, Richard Alan Young und John M. Gilheany haben die behauptete alte Herkunft dieses Textes verworfen: Ouseley habe ihn geschaffen, um Tierschutz und Pflanzenkost zu stützen. Wittek überarbeitet und erweitert ihn. Nach einem zitierten Stück folgt regelmäßig die Formel, Christus erkläre, berichtige und vertiefe das Wort; daran schließt ihr eigener Kommentar. Das Buch erhebt damit den Anspruch, über der Heiligen Schrift zu stehen, sie auszulegen und nötigenfalls zu ersetzen.

Die Lehre, die so entsteht, bindet die Heilsbotschaft an die Person der Verfasserin und an das von ihr verkündete Friedensreich. Jesus erscheint als Lehrer der Tierliebe, der Wiedergeburt und der Enthaltung von Fleisch; Stellen, die Ouseley schon in diesem Sinn gelesen hatte, werden auf das Universelle Leben bezogen. Die Gliederung lehnt sich an das Lukasevangelium an, der Ton an die Sprache frommer Erbauung, nicht an die historische Kritik. Patrick Diemling hat die Schrift religionswissenschaftlich als Neuoffenbarung des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts eingeordnet, neben anderen Texten, die eine unmittelbare Stimme Gottes gegen die Kirchen setzen. Für die Anhänger ist das Buch nicht Auslegung, sondern Korrektur: was die Kirchen überliefert haben, sei entstellt, was hier steht, sei das Wort selbst.

Das Buch wird unsicher, wo die Offenbarung zur Verherrlichung der Gründerin gerät. Ein ehemaliges Mitglied nannte die Schrift eine Propagandaschrift, in der Christus zum Zuarbeiter Witteks werde. Kritiker haben einzelne Stellen als judenfeindlich gelesen; die Vorwürfe speisen die Debatte über die Ausrichtung der Gemeinschaft, ohne dass eine gerichtliche Klärung den Text selbst aufgehoben hätte. Wittek weiß, dass sie die Bibel für eine Fälschung erklärt, und beharrt darauf, Prophetin zu sein. Der Ton ist der der Neuoffenbarung, feierlich und belehrend, ohne die philologische Strenge, mit der etwa die Lutherbibel den überlieferten Wortlaut festhält. Die Grenze, die das Buch zieht – Kirche falsch, diese Stimme wahr –, ist eine Glaubensentscheidung, keine historische These.

Einordnung

Innerhalb des Universellen Lebens hat der Band den Rang, den in Kirchen die Schrift hat: er wird vorgelesen, übersetzt, in Sendungen verbreitet und zur Werbung benutzt. In vierzehn Sprachen ist er erschienen; zeitweise lag er vollständig zum Herunterladen bereit. Die Religionswissenschaft behandelt ihn als Dokument einer deutschen Neuoffenbarungsbewegung um Würzburg, nicht als Quelle für das erste Jahrhundert. Reinhard Leuze und Diemling haben den Anspruch, die Bibel zu ersetzen, als typisches Merkmal solcher Texte beschrieben.

Geblieben ist ein Werk, das außerhalb der Gemeinschaft kaum als Evangelium gelesen wird und innerhalb ihrer den Glauben organisiert. Wer über Neuoffenbarungen, über vegetarische Jesusbilder und über das Universelle Leben spricht, kommt an diesem Buch nicht vorbei, auch wenn er es für unecht hält. Der Gabriele-Verlag hat den offenbarten Anspruch festgehalten; er ist älter geworden und für die Anhänger nicht widerrufen. Außerhalb dieses Kreises bleibt der Band eine Quelle für die Religionswissenschaft, kein Evangelium.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.