Autor:Friedrich Torberg
Friedrich Torberg (1908–1979), als Friedrich Kantor-Berg in Wien geboren, hat dem Gymnasium das Buch geschrieben, in dem die Matura tötet. Der Schüler Gerber zerlegt einen Jungen, der nicht dumm ist; der Klassenvorstand heißt im Spott Gott Kupfer.
Leben
Prager und Wiener Jahre, die eigene nicht bestandene Matura 1927, Zeitungsberichte über Schülerselbstmorde im Winter 1929, 1930 der Roman bei Zsolnay, in vier Wochen ausverkauft. 1938 die Flucht, Prag, Zürich, Paris, Lissabon, New York, Hollywood, 1951 die Rückkehr nach Wien, die Zeitschrift Forum. Der Umweg ist die Schule als Macht, nicht als Stoff einer Jugend: Wer durchgefallen ist, kennt den Ton, in dem ein Lehrer einen Lebenstag zerschneidet. Er starb in Wien.
Wirkung
Torberg hat die Anstalt so erzählt, dass sie keinen Dummen braucht, um einen Jungen zu vernichten. 1933 wurde der Band in Preußen für Schülerbüchereien verboten, weil er das Verhältnis gehässig verzerren sollte; gerade das Verbot bestätigt die Schärfe. Neben den großen Schulromanen der Zeit steht Gerber als der Wiener: Redensart, Sport, die Angst vor dem Vater, Kupfer als Gott im Klassenzimmer.
Nach 1945 wurde Torberg zum Hüter eines untergegangenen Wien, zur Tante Jolesch und zum kalten Krieger des Forum; der Schüler Gerber blieb das frühe Buch, das man in der Schule wiederfand, oft gegen den Strich der Anstalt. Wer nur die Anekdoten der Tante kennt, hat den Jungen vergessen, der nicht dumm ist. Wer nur die Anklage gegen Lehrer liest, unterschlägt, dass Torberg die Komik nicht streicht, ohne die das Grauen nicht atmet.
Werke
- Der Schüler Gerber (1930)
In Auswahl außerdem: Die Tante Jolesch, Hier bin ich, mein Vater, Golems Wiederkehr.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.