Autor:Elfriede Jelinek
Elfriede Jelinek (* 1946 in Mürzzuschlag) hat der Sprache die Gewalt zurückgegeben, die in der Höflichkeit steckt. Die Klavierspielerin ist der Wiener Roman, in dem die Liebe der Familie die erste Folter ist. Nobelpreis 2004.
Leben
Steiermark, Wien, die Mutter, die aus der Tochter eine Pianistin zwingen wollte, Musikstudium, das in die Literatur umkippte. Lange als Skandalautorin geführt, oft unsichtbar auf der Bühne, auf der ihre Stücke liefen. Sie lebt zurückgezogen in Wien. Der Umweg ist das Klavier: Ohne die Disziplin der Übung gäbe es die Prosa nicht, die dieselbe Disziplin als Zurichtung erzählt.
Wirkung
Erika Kohut, Lehrerin am Konservatorium, die Mutter in der Wohnung, die Selbstverletzungen, der Schüler, der die Demütigung umkehrt: Jelinek hat aus der eigenen Herkunft den härtesten Roman der achtziger Jahre gemacht. Michael Haneke verfilmte ihn 2001. Die Begründung des Nobelpreises nannte die sprachliche Gewalt, mit der sie Machtverhältnisse durchleuchtet. Neben Ingeborg Bachmanns Malina steht das Buch als Geschichte einer Tochter, der die Liebe den Mund nicht öffnet, sondern schließt.
Die Aufnahme in Österreich war lange der Streit um Nestbeschmutzung; international wurde sie zur Stimme gegen die Herrschaft der Väter, was die Sätze oft zahmer macht, als sie sind. Die Theaterstücke – Chor, Montage, Wut auf den rechten Alltag – gehören zur Wirkung, auch wo das Publikum geht. Die Klavierspielerin bleibt das Buch, das man zuerst liest, weil es am klarsten weh tut.
Werke
- Die Klavierspielerin (1983)
In Auswahl außerdem: Lust, Die Kinder der Toten, Burgtheater.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.