Malina

Ingeborg Bachmann · 1971 · Roman


Das Werk
Deutscher Titel: Malina
Autor(en): Ingeborg Bachmann
Originaltitel: Malina
Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1971
Schlagwörter: Weibliches Ich, Wien, Traum, Todesarten
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp, 2016
Serie: Bibliothek Suhrkamp
Umfang dieser Ausgabe: 357 Seiten
ISBN: 9783518240175
Verweise


Malina ist der einzige Roman, den Ingeborg Bachmann zu Lebzeiten vollendete; er erschien 1971 bei Suhrkamp. Gedacht als Eröffnung des unvollendeten Zyklus Todesarten, erzählt das Buch von der Zerstörung eines weiblichen Ichs. Die hier genannte Ausgabe ist die Bibliothek Suhrkamp von 2016.

Inhalt

Wie bei einem Theaterstück stehen am Anfang ein Personenverzeichnis, der Ort Wien und die Zeit „heute“. Die namenlose Ich-Erzählerin, eine Schriftstellerin, lebt in der Ungargasse mit Malina, einem nüchternen, beherrschten Mann, und liebt gleichzeitig den ungarischen Nachbarn Ivan. Das erste Kapitel, „Glücklich mit Ivan“, kreist um diese Beziehung: Schachpartien, Zigaretten, das Warten auf Anrufe – und um Sätze, die die Erzählerin auf sich selbst zurückwerfen.

Das zweite Kapitel, „Der dritte Mann“, verlässt den Ort und die Zeit. In fünfunddreißig Traumsequenzen erscheint eine Vaterfigur, die die Erzählerin quält, einsperrt, tötet oder zum Schweigen bringt; in den Gesprächen dazwischen deutet Malina diese Träume und beansprucht die Deutung für sich. Eingelegt ist die „Legende von der Prinzessin von Kagran“, ein märchenhafter Gegentext über eine Liebe, die außerhalb der Geschichte liegt.

Im dritten Kapitel, „Von letzten Dingen“, verschieben sich die Gewichte. Malina wird dominanter, die Erzählerin verliert ihre Erinnerungen und den Anspruch auf ein eigenes Ich; sie übergibt ihm ihre Geschichten und verschwindet in einem Riss in der Wohnungswand. Malina räumt ihre Habseligkeiten fort; als Ivan anruft, bestreitet er, dass in dieser Wohnung eine Frau lebe. Der letzte Satz des Romans lautet: „Es war Mord.“

Einordnung

Bachmann verstand die „Todesarten“ als Untersuchung von Gewalt, die keine Spuren hinterlässt – Verbrechen innerhalb von Familien und Beziehungen, die kein Gericht verhandelt. Die Erzählweise verwischt die Grenze zwischen Wahrnehmung und Vorstellung; die Kritik war zuerst ratlos und hat die Form erst danach als das Buch gelesen, das sie ist. Werner Schroeter verfilmte den Roman 1991 nach einem Drehbuch von Elfriede Jelinek mit Isabelle Huppert.

Ideen

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Traum (wichtig)

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Zehn Stadtromane (Lesepfad)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Claude Opus 5, Anthropic). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text durchgesehen (Grok 4.6, xAI). Es durfte Fakten, Zitate, Links und Formulierungen ändern; was sich geändert hat, zeigt die Versionsgeschichte.

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