Autor:Cesare Baronio

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Cesare Baronio (1538–1607), in Sora geboren und in Rom als Kardinal gestorben, hat der katholischen Kirche das Geschichtswerk gegeben, mit dem sie der Reformation die Jahrhunderte streitig machte. Die Annales ecclesiastici wollen zeigen, dass Rom seit den Aposteln ungebrochen dasteht – Annalen gegen die Magdeburger Centurien.

Leben

Königreich Neapel, Rechtsstudien, dann 1557 der Kreis um Philipp Neri und das Oratorium: Der Umweg ist diese Schule der Seelsorge, die ihn vom Recht in die Quellen der Kirche zog. Priester 1564, Arbeit am Martyrologium Romanum, ab 1588 der erste Band der Annalen, bis 1607 zwölf Folianten bis zum Jahr 1198. Beichtvater Clemens’ VIII., Kardinal 1596, Bibliothekar der vatikanischen Bestände. Er starb in Rom, im Ruf der Heiligkeit; der Seligsprechungsprozess ist wieder aufgenommen worden.

Wirkung

Baronio hat aus dem Archiv eine Waffe gemacht und hinterlässt doch ein Archiv. Jahr um Jahr, Urkunden, Viten, Konzilsakten: die Form der Annalen tritt der Jahrhunderteinteilung der Centurien entgegen. Die Tendenz ist apologetisch, die Methode quellenhungrig. Die Konstantinische Schenkung erklärt er für gefälscht und rettet gleichwohl die päpstlichen Vorrechte. Hubert Jedin hat darin den Anfang der katholischen Kirchengeschichtsschreibung im sechzehnten Jahrhundert gesehen.

Die Nachwelt hat ihn als Vater der Kirchengeschichte kanonisiert und Stück für Stück widerlegt. Paolo Sarpi warf ihm vor, die Gegenwart der Gegenreformation in die Spätantike zurückprojiziert zu haben; die kritische Hagiographie prüfte die Echtheit, die er oft zu großzügig nahm. Odorico Rinaldi und später Augustin Theiner führten die Reihe fort. Wer Baronio nur als Propaganda liest, unterschlägt die Masse ungedruckter Stücke. Wer nur den Quellenerschließer rettet, unterschlägt den Zweck: Rom sollte gewinnen.

Werke

In Auswahl außerdem: Martyrologium Romanum.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.