Autor:Albert Memmi

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Albert Memmi (1920–2020), in Tunis geboren, hat das koloniale Verhältnis als Paar beschrieben, das sich selbst erzeugt. Der Kolonisator und der Kolonisierte zeigt den Herrn und den Beherrschten als Lagen, nicht als Charaktere.

Leben

Jüdisches Viertel, französische Schule, Internierung unter Vichy, Paris, Rückkehr als Lehrer nach Tunis in den Jahren der Unabhängigkeit. 1956 ging er, weil das unabhängige Tunesien für den Juden, der auf Französisch schrieb, keinen Ort hatte. Der Umweg erklärt das Buch: Wer weder Siedler noch Mehrheit ist, sieht das Verhältnis von außen und von innen. Er blieb in Paris, schrieb Romane und über den Rassismus, und starb dort 2020.

Wirkung

Memmi hat die Kolonie soziologisch gemacht, ohne die Anklage zu streichen. Der Kolonisator genießt Privilegien, auch wenn er sie verachtet; der Kolonisierte übernimmt den Blick, der ihn verwirft. Aus dem Paar kommt man nicht durch Güte, nur durch das Ende der Lage. Jean-Paul Sartre schrieb das Vorwort; die Schärfe bleibt Memmis.

Gelesen wird das Buch neben Aimé Césaire und Frantz Fanon, oft als der kühlere der drei. Die Linke nahm die Anklage, die Soziologie die Typen. Wer Memmi nur als Zeugen Tunesiens führt, unterschlägt die Methode; wer nur die Methode kennt, unterschlägt, dass er selbst in dem Paar keinen Platz hatte.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Salzsäule, Rassismus.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.