Autor:Adalbert Stifter

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Adalbert Stifter (1805–1868), in Oberplan im Böhmerwald geboren, hat der beschleunigten Zeit nach 1848 das Buch der Stetigkeit entgegengesetzt. Der Nachsommer führt einen jungen Mann auf den Rosenhof, wo Natur, Kunst und Maß gelehrt werden und die große Liebe der Alten zu spät kommt. Wer Handlung als Verwicklung sucht, findet Beschreibung; die Beschreibung ist der Wille des Buchs.

Leben

Sohn eines Leinenwebers, der starb, als der Junge zwölf war; Wien, der gescheiterte Maler, die unglückliche Liebe zu Fanny Greipl, 1837 die Ehe mit Amalie Mohaupt. Der Umweg war 1848: Stifter ging nach Linz, wurde Schulrat und schrieb gegen die neue Unruhe ein Werk der Pflege. Leberleiden, Schwermut; in der Nacht zum 26. Januar 1868 öffnete er sich die Kehle und starb drei Tage später in Linz.

Wirkung

Stifter hat den Bildungsroman nach Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahre an einen Ort geführt, an dem die Lehre nicht mehr in die Welt, sondern in den Hof zurückgeht. Die Restauration der Möbel ist das Programm: bewahren, reinigen, dem Wesen gemäß handeln. Nach der Revolution und der neuen Industrie entwirft er eine Enklave, die nicht die Politik ändert, sondern den Umgang mit Dingen und Menschen. Die Gefahr ist erkannt: Die Idylle kostet das Leben, das draußen bleibt, und die Strenge der Väter kehrt als ästhetisches Gesetz wieder.

Friedrich Nietzsche legte den Nachsommer zu den Büchern, die er nicht missen wollte; später haben ihn die einen als Biedermeier verharmlost, die anderen als Gegenmittel zur Beschleunigung gelesen. Wer Stifter nur aus den sanften Dorfgeschichten kennt, trifft hier den Willen zur Totalität. Der Nachsommer ist keine Versöhnung nach einem Sommer der Leidenschaft, sondern die Leidenschaft, die zu spät kam und sich in Pflege verwandelt hat.

Werke

In Auswahl außerdem: Bergkristall, Bunte Steine, Witiko.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.