Der Tod des Vergil

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Tod des Vergil
Autor(en): Hermann Broch
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1945
Seitenanzahl: 544 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3518386786
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518386781
Schlagwörter: Sterben, Dichtung, Macht, Antike
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Der Tod des Vergil ist die 1945 im amerikanischen Exil erschienene Romandichtung von Hermann Broch. In achtzehn Stunden stirbt Vergil in Brundisium und will die Aeneis verbrennen, weil Dichtung vor der tätigen Hilfe nicht besteht.

Inhalt

Das Schiff bringt den fiebernden Dichter in den Hafen. Augustus wartet, das Volk drängt, die Sklaven tragen die Sänfte. Broch gliedert den Roman in vier Elemente: Wasser der Ankunft, Feuer des Abstiegs in Erinnerung und Schuld, Erde des Gesprächs mit dem Kaiser, Äther des Sterbens. Vergil sieht sein Leben: die Knabenliebe, die Flucht in die Verse, die Nähe zur Macht, die er nicht gebrochen hat.

Er will das Epos vernichten, weil es Schönheit liefert, wo die Welt Hilfe braucht. Augustus, der Freund und Herr, argumentiert dagegen: Das Gedicht gehört dem Reich, nicht dem Sterbenden. Das Gespräch ist ein Ringkampf um das Recht der Kunst. Vergil gibt nach, vermacht die Aeneis dem Kaiser – oder Broch lässt offen, ob die Vernichtung nur gedacht war.

Der letzte Teil löst die Sprache in Hymne und Atem auf. Vergil geht zurück, durch die Kindheit, ins Wort, das vor den Worten war. Der Roman endet, wo der Satz das Ich nicht mehr hält.

Einordnung

Broch schrieb den Text 1938 bis 1945, nach der Flucht aus Österreich, parallel zur Erfahrung, dass eine Kultur zu Ende geht. Neben Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften und James Joyces Ulysses steht das Buch als der dritte große deutschsprachige Bewusstseinsroman – der einzige, der das Sterben selbst zum Strom macht. Gelesen wird er wenig; wer ihn liest, hat die Moderne an ihrer äußersten Stelle.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.