Wolfgang J. Mommsen, in Marburg geboren, hat Max Weber aus der Soziologie in die wilhelminische Politik zurückgeholt. Max Weber und die deutsche Politik 1890–1920 zeigt den Klassiker als Nationalisten, dessen Machtstaat nicht im Idealtypus aufgeht.
Leben
Er stammte aus dem Historikerhaus Mommsen – Urenkel Theodor Mommsens, Zwillingsbruder von Hans Mommsen – und promovierte 1958 in Köln bei Theodor Schieder über Weber. Der Umweg ist die Verschwägerung mit dem Weber-Haus: Er schrieb gegen den Familienheiligen, nicht aus Distanz. Er lehrte in Düsseldorf, leitete das Deutsche Historische Institut in London und gehörte zu den Herausgebern der Max-Weber-Gesamtausgabe. Er starb 2004 in London, während einer Historikertagung.
Wirkung
Mommsen hat Weber in die Arena zurückgestellt, in der Flottenpolitik, Nationalstaat und Charisma keine bloßen Begriffe waren. Die Dissertation von 1959, später erweitert, zerbrach das Bild des wertfreien Methodenlehrers und zeigte einen liberalen Imperialisten, der Parlament und Führer zugleich wollte. Die Weber-Forschung hat sich seither an diesem politischen Mann abgearbeitet, bewundernd oder gegen den Strich.
Gelesen wurde er als Bilderstürmer und als Bielefelder Nachbar, obwohl das Buch älter ist als die Schule. Die Kritik nannte die Zuspitzung auf den Machtstaat zu hart. Wer Weber nur aus Wirtschaft und Gesellschaft kennt, hat diesen Historiker übersprungen, der den Soziologen als Zeitgenossen lesbar machte.
Werke
In Auswahl außerdem: Der autoritäre Nationalstaat, Max Weber. Gesellschaft, Politik und Geschichte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.