Aufsätze zur Theorie der Literatur

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Boris Eichenbaum · 1927 · Sachbuch, Literaturwissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: Aufsätze zur Theorie der Literatur
Autor(en): Boris Eichenbaum


Originalsprache: russisch
Erstveröffentlichung: 1927
Schlagwörter: Methode, Melodie, Erzählung, Formalismus
Sachgebiete: Sachbuch, Literaturwissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: S. Fischer


Umfang dieser Ausgabe: 280 Seiten
ISBN:
Verweise


Aufsätze zur Theorie der Literatur versammelt die programmatischen und analytischen Texte, in denen Boris Eichenbaum den Formalismus als Methode begründet hat, nicht als Ästhetik. Der Aufsatz über die Theorie der formalen Methode ist das Manifest; die Studien zur Melodie des Verses und zur Erzählung Tolstojs sind die Probe. Das Buch ist der Formalismus als Selbstverständigung der Gruppe.

Inhalt

Eichenbaum erzählt, wie aus der Abwehr gegen die Geistesgeschichte und gegen den Symbolismus eine Wissenschaft von den Verfahren wurde. Der Formalismus fragt nicht, was Literatur bedeutet, sondern wie sie gemacht ist; die Melodie, der Skaz, die Konstruktion der Fabel sind Gegenstände, keine Zugaben. Tolstoj, Gogol, die junge Prosa: Analysen, die die Methode vorführen, statt sie nur zu behaupten. Wer Schule als Dogma kennt, unterschlägt, dass Eichenbaum den Streit um die Methode selbst historisiert.

Die Prosa ist klarer, schulmäßiger als Schklowskis Witz, weniger evolutionär als Tynjanow. Eichenbaum hat die Gruppe nach außen vertreten und nach innen präzisiert. Die späteren Jahre unter dem Druck der Partei haben ihn zur Tolstoj-Biographie und zur Zurücknahme gezwungen; die Aufsätze der zwanziger Jahre bleiben das Werk. Die Kritik nannte die Methode eng; geblieben ist die Auskunft, dass Literaturwissenschaft ein Handwerk hat.

Die deutschen Auswahlbände haben den Manifest-Aufsatz kanonisiert. Wer nur Schklowski kennt, unterschlägt den Methodologen; wer nur den Tolstoj-Biographen kennt, unterschlägt die zwanziger Jahre. Der Formalismus bekommt durch ihn die Sprache, in der er sich selbst erklärte.

Einordnung

Eichenbaum hat der Schule das Manifest gegeben. Neben Schklowski und Tynjanow steht er als der Dritte des OPOJAS, der die Theorie der Methode schrieb. Bachtin hat gegen den Formalismus die Dialogizität gesetzt; dieser Band ist einer der Texte, gegen die das geschah. Wer den russischen Formalismus nur als Verfremdung kennt, hat die Methodenlehre nicht gelesen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.