A History of Archaeological Thought
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | A History of Archaeological Thought |
| Autor(en): | Bruce G. Trigger |
| Originaltitel: | A History of Archaeological Thought |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1989 |
| Schlagwörter: | Denkgeschichte, Schule, Nationalismus, Methode |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Archäologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Cambridge University Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 500 Seiten |
| ISBN: | 9780521338189 |
| Verweise | |
A History of Archaeological Thought ist die 1989 erschienene, 2006 erweiterte Geschichte des Faches von Bruce G. Trigger. Trigger erzählt die Archäologie nicht als Fortschritt vom Schatz zur Wissenschaft, sondern als Denkweisen, die an Nationen, Kolonien und Gesellschaftstheorien gebunden bleiben. Das Buch hat der Archäologie erlaubt, sich selbst als historische Formation zu lesen.
Inhalt
Trigger beginnt bei den Antiquaren und führt über die skandinavische Dreiperiodenlehre, den Evolutionismus, die Kulturkreise, Childe, die neue Archäologie und die nachprozessualen Schulen bis an die Gegenwart. Jede Methode hat eine soziale Lage: Die Nationalstaaten brauchten Ursprünge, die Imperien brauchten die Rückständigkeit der Anderen, die Sowjetarchäologie brauchte Stufen, die amerikanische Prozessualistik brauchte Systeme, die sich von der Geschichte der Völker lösen. Trigger ist Marxist genug, um Interessen zu sehen, und Historiker genug, um sie nicht zur Entlarvung zu machen.
Die Stärke des Bandes liegt im Vergleich. Britische, deutsche, sowjetische, amerikanische und chinesische Traditionen stehen nebeneinander, ohne dass Cambridge das Maß wäre. Trigger hat selbst in Nubien und bei den Huronen gegraben; die Theorie kommt nicht aus der Studierstube allein. Er widerspricht der Legende, nach der 1968 die Wissenschaft beginne: Binfords Wende ist eine unter anderen, gebunden an die Sozialwissenschaft der Vereinigten Staaten, nicht an die Natur der Gruben. Hodders Lesen ist die europäische Antwort, keine Erlösung.
Gegen die Heldengeschichte der Entdecker setzt Trigger die Institution: Museen, Universitäten, Denkmalschutz, der Staat, der das Altertum braucht. Carter und Schliemann kommen vor, ohne das Buch zu tragen. Wer nur Schulen sucht, findet hier ihre Bedingungen; wer nur Bedingungen sucht, findet die innere Logik der Methoden, die sich nicht in Ideologie auflösen. Die zweite Auflage hat die Globalisierung des Faches und die Stimmen der ehemals Kolonisierten nachgetragen, ohne die Figur von 1989 aufzugeben: Archäologie ist Denken unter Machtverhältnissen, nicht das reine Auge auf die Sache.
Einordnung
Trigger hat dem Fach am Ende des Jahrhunderts den Spiegel gegeben, den die Kunstgeschichte in Panofsky und die Geschichtswissenschaft in den Annales schon länger besaß. Nach ihm ist Unschuld in der Methode schwerer geworden: Wer Kultur sagt, muss sagen, wessen Nation sie brauchte; wer System sagt, muss sagen, welches Amerika das System für naturgegeben hielt. Die nachkoloniale Archäologie hat das Buch als Anfang gelesen, oft ohne die Nüchternheit, mit der Trigger auch die eigene marxistische Lage prüft. Neben Childes Stufen, Binfords Prozessen und Hodders Sinn steht diese Geschichte des Denkens als der Band, der erklärt, warum die drei einander brauchen und einander nicht ablösen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
