Karl Kraus (1874–1936), in Jičín geboren und in Wien die Fackel schreibend, hat die Phrase als Täter des Krieges gelesen. Die letzten Tage der Menschheit montiert das Deutsch der Redaktionen, bis es sich als Mord entlarvt.
Leben
Böhmen, Wien, die Zeitschrift, die er allein schrieb, jahrzehntelang, gegen die Presse, gegen die Phrase, gegen die, die nach 1918 dasselbe Deutsch leiser sprachen. Der Umweg war das Theater der Sprache: Wer Sätze anklagt, braucht keine Partei. Er starb 1936 in Wien, bevor der nächste Krieg die letzten Tage wörtlich nahm. Die öffentlichen Vorlesungen waren seine Bühne; die Fackel sein Staat.
Wirkung
Kraus hat der Nachwelt das Ohr für das Kriegsdeutsch gegeben. Dokumentartheater, Medienskepsis, die Wut auf das Feuilleton: Ohne die Fackel fehlte das Organon. Zweig tröstete; Kraus zerriss.
Gelesen wird er als Nörgler. Wer nur den Hohn meint, unterschlägt die fünfhundert Szenen. Wer nur Wien meint, unterschlägt, dass dasselbe Deutsch in jeder Hauptstadt sprach. Neben Musil und Roth steht er als der, der nicht erzählte, sondern zitierte, bis das Zitat reichte.
Werke
In Auswahl außerdem: Sittlichkeit und Kriminalität, die Bände der Fackel, Die dritte Walpurgisnacht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.