Linksradikalismus. Gewaltkur gegen die Alterskrankheit des Kommunismus

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Daniel Cohn-Bendit, Gabriel Cohn-Bendit · 1968 · Sachbuch, Politik


Das Werk
Deutscher Titel: Linksradikalismus. Gewaltkur gegen die Alterskrankheit des Kommunismus
Autor(en): Daniel Cohn-Bendit, Gabriel Cohn-Bendit
Originaltitel: Le gauchisme, remède à la maladie sénile du communisme
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1968
Schlagwörter: Mai 68, Spontaneität, Partei, Revolte
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Greifbare Ausgabe
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsort: Le gauchisme, remède à la maladie sénile du communisme
Umfang dieser Ausgabe: 271 Seiten
ISBN: 9783499111990
Verweise


Linksradikalismus. Gewaltkur gegen die Alterskrankheit des Kommunismus ist das 1968 bei Rowohlt auf Deutsch erschienene Buch von Daniel Cohn-Bendit und Gabriel Cohn-Bendit. Der französische Titel parodiert Lenins Schrift gegen den „linken Radikalismus“: aus der Krankheit des Kommunismus wird eine Gewaltkur, aus der Parteidisziplin die Spontaneität des Mai. Das Taschenbuch brachte Paris nach Deutschland, während die Straße noch dauerte.

Inhalt

Das Buch ist Bericht, Polemik und Gebrauchstext einer Bewegung, die sich selbst überraschte. Nanterre, die Barrikaden, die Fabrik, die Partei, die die Revolte verwalten wollte: die Brüder schreiben gegen die Kommunisten, die den Mai als Abweichung lasen, und gegen die, die ihn zur Theorie verdünnen wollten, bevor er zu Ende war. Spontaneität ist hier keine Stimmung, sie ist die Absage an den Apparat. Der Witz im Titel ist ernst: Lenin wird verdreht, weil die Revolution, die sie meinen, keine Kaderrevolution mehr ist.

Gegen Marcuses große Weigerung setzt der Band die Stimme, die noch auf der Straße lachen kann. Die Theorie bleibt draußen; drinnen zählt, wer spricht, wer besetzt, wer die Prüfung verweigert. Wer 1968 nur Frankfurt kennt, hat diese französische Stimme übersprungen. Wer nur die spätere Biographie des jüngeren Bruders kennt – die Grünen, Straßburg, das Europaparlament –, hat den Text von 1968 nicht gelesen, der die Partei noch als Feind der Revolte nahm, nicht als Karriereweg.

Der Ton ist ungeduldig, oft unfair gegen die alte Linke, genau in der Beschreibung der Tage. Gabriel bleibt Mitverfasser, auch wo der Name Daniel die Nachwelt besetzt. Die deutsche Ausgabe hat den Mai zum Taschenbuch gemacht, das man in denselben Wochen las, in denen in Frankfurt und Berlin noch diskutiert wurde, ob Theorie mitmarschieren müsse. Die spätere Biographie hat den Band nicht ungültig gemacht; sie hat ihn zu einem frühen Dokument gemacht, das man gegen den späteren Politiker halten kann.

Einordnung

Im Essay zu 1968 ist dies der französische Mai als Buch, neben Marcuse und Debord. Dutschkes Ein-Punkt-Programm bleibt Broschüre. Reichs sexuelle Revolution steht in der Reihe nach Freud. Wer 1968 ohne Cohn-Bendit erzählt, hat Paris übersprungen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.