Kontingenz, Ironie und Solidarität

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Kontingenz, Ironie und Solidarität
Autor(en): Richard Rorty
Herausgeber:
Erscheinungsort: Contingency, Irony, and Solidarity
Verlag: Suhrkamp
Serie: Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft
Erscheinungsjahr: 1989
Seitenanzahl: 328 Seiten
Originaltitel: Contingency, Irony, and Solidarity
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518285817
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518285817
Schlagwörter: Pragmatismus, Ironie, Liberalität, Wahrheit
Sachgebiete: Sachbuch, Philosophie
Rezensionen
Umschlag

Kontingenz, Ironie und Solidarität ist die deutsche Ausgabe des 1989 bei Cambridge University Press erschienenen Buches von Richard Rorty. Der Originaltitel lautet Contingency, Irony, and Solidarity. Es hat der amerikanischen Philosophie eine postmetaphysische Liberalität gegeben: Wahrheit als das, was uns nützt, Ironie als Haltung, Solidarität ohne Fundament.

Inhalt

Rorty teilt die Welt in ein privates und ein öffentliches Register. Privat darf der ironische Mensch seine letzten Vokabulare als kontingent behandeln – als Wörter, die auch anders hätten ausfallen können, ohne dass ein Spiegel der Natur sie deckt. Öffentlich soll dieselbe Person Grausamkeit mindern und Solidarität üben, ohne diese Pflicht aus der Metaphysik zu begründen. Wahrheit ist nicht Entdeckung eines Ansich; sie ist das, was eine Gemeinschaft in ihren Beschreibungen als bewährt festhält. Das Buch ist lesbar, anstößig, ein Ton, der das Seminar verlassen hat.

Gegen Derrida setzt Rorty die öffentliche Hoffnung, die nicht dekonstruiert werden muss, um zu gelten. Gegen Habermas die Skepsis gegen das bessere Argument als Letztgrund: Verständigung bleibt wünschenswert, Fundament wird sie nicht. Orwell und Nabokov liefern die literarischen Proben: Grausamkeit sichtbar machen, statt sie zu widerlegen. Die analytische Tradition hat das oft für Verrat gehalten; die Postmoderne hat darin einen Verbündeten gesehen, der nicht Französisch schrieb.

Wer Gerechtigkeit ohne Metaphysik will, findet hier eine Einladung und eine Grenze. Die Einladung: Liberalität braucht keine Theorie der Menschennatur. Die Grenze: wer nur den Ton der Ironie kennt, unterschlägt die Härte gegen den Spiegel – gegen die Erkenntnistheorie, die Rorty in Philosophy and the Mirror of Nature zerschlagen hatte und hier politisch zu Ende führt. Die Suhrkamp-Ausgabe (stw 981) hat den Band in die deutsche Debatte geholt, oft als Entwarnung gelesen, wo er eine Zumutung bleibt.

Einordnung

In Die Postmoderne in zehn Büchern steht das Buch als amerikanischer Schluss vor Habermas’ Gegenrede. Es gehört in die Philosophie und hierher, weil es die sprachliche Wende in eine Ethik ohne Boden übersetzt. Aufnahme ist keine Absolution der Beliebigkeit; Rorty will Grausamkeit vermeiden, nicht alles gleichgültig setzen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.