Autor:Martin Broszat
Martin Broszat (1926–1989), in Leipzig geboren, hat den Nationalsozialismus von der Biographie in die Polykratie geholt. Der Staat Hitlers von 1969 beschreibt Ämter, die einander bekämpfen, und eine Radikalisierung, die nicht nur vom Willen eines Mannes kommt.
Leben
Broszat arbeitete am Institut für Zeitgeschichte in München und wurde dessen Leiter. Der Umweg ist die Aktenlage der Bundesrepublik: Wer Hitler als Dämon oder als bloßen Funktionär wollte, hatte in ihm den Historiker der inneren Verfassung. Die Alltagsgeschichte des Widerstands und der Zustimmung, die Bayern-Projekte, gehören dazu. Er starb in München.
Wirkung
Broszat hat den Führerstaat als chaotische Herrschaft lesbar gemacht: Kompetenzwirrwarr, kumulierte Radikalisierung, Institutionen, die sich überbieten. Die funktionale Erklärung stand gegen die intentionale, die bei Hitler anfängt und bei Hitler endet. Joachim Fest gab der Öffentlichkeit den lesbaren Mann; Broszat gab der Zunft den Staat.
Die Kritik hat gefragt, ob das Chaos den Vorsatz entlastet. Broszat hat den Dämon nicht geleugnet, er hat ihn in ein Gefüge gestellt. Wer nur Struktur will, unterschlägt, dass Befehle gegeben wurden; wer nur den Willen will, hat dieses Buch nicht gelesen.
Werke
- Der Staat Hitlers (1969)
In Auswahl außerdem: Zweihundert Jahre deutsche Polenpolitik, die Bayern-Projekte zur Alltagsgeschichte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.