Der Staat Hitlers
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Staat Hitlers |
| Autor(en): | Martin Broszat |
| Originaltitel: | Der Staat Hitlers. Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1969 |
| Schlagwörter: | Nationalsozialismus, Polykratie, Führerstaat, Verfassung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | dtv |
| Serie: | dtv-Wissenschaftliche Reihe |
| Umfang dieser Ausgabe: | 473 Seiten |
| ISBN: | 9783423040556 |
| Verweise | |
Der Staat Hitlers. Grundlegung und Entwicklung seiner inneren Verfassung ist die 1969 bei dtv erschienene Darstellung von Martin Broszat. Sie hat den Nationalsozialismus von der Biographie in die Polykratie geholt: Ämter, die einander bekämpfen, Radikalisierung, die von unten und von nebenan kommt.
Inhalt
Broszat beschreibt die innere Verfassung des Regimes als Gefüge, nicht als Willen eines Mannes. Partei und Staat durchdringen einander, ohne sich zu einer klaren Hierarchie zu fügen; Sondergewalten, Beauftragte, die SS, die Ministerien arbeiten gegeneinander und treiben einander an. Was als Führerstaat erscheint, ist oft kumulierte Zuständigkeit. Hitler bleibt der Bezugspunkt, aber er ist nicht die ganze Maschine.
Die funktionale Erklärung steht gegen die intentionale, die bei Hitler anfängt und bei Hitler endet. Broszat leugnet den Vorsatz nicht; er zeigt, wie aus Rivalität Radikalität wird. Gesetze, Verordnungen, der Alltag der Behörden: das Buch ist Institutsforschung, geschrieben am Münchner Institut für Zeitgeschichte, nüchtern im Ton und scharf in der These. Wer nur den Dämon will, findet hier zu viel Verwaltung; wer nur Verwaltung will, findet immer noch den Dämon.
Das Buch endet nicht bei 1945 als moralischem Schlussbild, sondern bei der Logik der inneren Verfassung, die den Krieg und die Vernichtung getragen hat. Broszat weiß, dass Chaos den Vorsatz nicht entlastet. Genau das ist die Pointe: der Staat Hitlers ist chaotisch und tödlich zugleich, weil die Unordnung die Überbietung belohnt.
Einordnung
Die Darstellung hat der NS-Forschung eine Sprache gegeben, in der der Führerstaat als chaotische Herrschaft lesbar wurde. Joachim Fest gab der Öffentlichkeit den lesbaren Mann; Broszat gab der Zunft den Staat. In Geschichtswissenschaft: Deutschland steht der Band als das funktionale Gegenstück zur Biographie. Wer nur 1986 kennt, hat 1969 nicht gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
