Der Graf von Monte Christo
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Graf von Monte Christo |
| Autor(en): | Alexandre Dumas |
| Originaltitel: | Le Comte de Monte-Cristo |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1846 |
| Schlagwörter: | Rache, Haft, Schatz, Marseille |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Anaconda
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| Umfang dieser Ausgabe: | 1276 Seiten |
| ISBN: | 9783866474093 |
| Verweise | |
Der Graf von Monte Christo ist der Fortsetzungsroman von Alexandre Dumas, 1844 bis 1846 in Paris erschienen, geschrieben mit Auguste Maquet. Ein unschuldiger Seemann wird am Tag seiner Hochzeit eingekerkert, entkommt, findet einen Schatz und kehrt als Graf zurück, um die Männer zu ruinieren, die ihn verraten haben. Dumas hat die Rache zur Industrie gemacht: Jede Begegnung ist eine Rechnung, jedes Glück der anderen eine Falle. Neben Die drei Musketiere ist dies das Buch, das seinen Namen trägt, auch wo man es nicht gelesen hat. Die deutsche Schreibung Christo folgt älteren Übersetzungen; der Felsen heißt Montecristo.
Inhalt
Edmond Dantès läuft 1815 in Marseille ein, jung, zum Kapitän vorgesehen, verlobt mit Mercédès. Der Buchhalter Danglars, der Nachbar Fernand, der die Braut will, und der Königstreue Villefort, der in einem Brief Napoleons die eigene Familie gefährdet sieht, setzen eine Denunziation in die Welt. Dantès verschwindet in das Château d'If, eine Festung im Meer, ohne Prozess, ohne Namen. Jahre im Kerker. Der Nachbar in der nächsten Zelle, Abbé Faria, lehrt ihn Sprachen, Geschichte, die Lage eines Schatzes auf der Insel Montecristo – und stirbt. Dantès näht sich in den Leichensack, wird ins Meer geworfen, schwimmt, findet den Schatz, und hört auf, Dantès zu sein.
Er kehrt als Graf von Monte Christo nach Paris, als Lord Wilmore, als Abbé Busoni: Masken, mit denen er an die drei Verräter herankommt, die inzwischen Bankier, Graf, Staatsanwalt sind. Mercédès hat Fernand geheiratet, der Sohn Albert weiß nichts. Dumas fädelt die Rache als Gesellschaftsroman: Salons, Duellforderungen, Börsenstürze, eine Giftmischerin, ein uneheliches Kind, die Haremsgeschichte der Haydée, deren Vater Ali Pascha Fernand verkauft hat. Jede Linie läuft auf den Sturz eines Namens zu. Dantès genießt das, und das Buch genießt es mit ihm, bis die Unschuldigen in die Räder geraten: Villeforts Frau giftet sich durch die eigene Familie, Albert will den Grafen duellieren, Mercédès erkennt den Bräutigam in dem Fremden.
Am Ende sind die drei ruiniert oder tot, Haydée bleibt, und Dantès fährt aufs Meer, nicht geheilt. Die Rache hat die Welt nicht gerechter gemacht, nur die Rechnung beglichen, und eine zweite geöffnet: Was man den Söhnen antut, zahlen die Väter nicht allein. Dumas lässt den Grafen zweifeln, ohne ihn zu bekehren. Der Schatz war nie das Ziel, die Freiheit auch nicht; das Ziel war, dass die Denunzianten verstehen, wen sie eingesperrt haben. Ob sie es verstehen, ist zweifelhaft. Der Roman ist lang, weil die Gesellschaft lang braucht, um zu fallen. Wer nur den Kerker und den Schatz behält, hat Paris nicht gesehen, wo der Graf die Salons kauft, um sie zu sprengen.
Einordnung
Das Feuilleton hat den Roman in die Welt gesetzt, die Übersetzungen haben die Schreibung gespalten, die Filme den Schatz vergrößert und die Länge gekürzt. Dumas’ Verfahren – Geschichte als Folge von Szenen, die über die Woche tragen – ist hier am weitesten getrieben: vierzehn Jahre Haft in wenigen Kapiteln, dann hundert Kapitel Paris. Neben Die schwarze Tulpe, dem schmaleren Buch der Geduld, bleibt der Graf das Buch der Ungeduld, die sich als Berechnung kleidet. Man hat Maquet den Plan zugeschrieben und Dumas das Tempo; die Erfindung ist beides. Wer nach 1846 eine Rache schreibt, die einen Mann zum Schicksal der Stadt macht, schreibt hinter diesem Grafen. Wer ihn nur als Abenteuer liest, unterschlägt, dass die Denunziation der eigentliche Mord ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
