Hans-Dieter Otto (geb. 1937 in Berlin) hat dem Taschenbuch die Justizirrtumskunde als Kabinett der zerstörten Leben gegeben. Das Lexikon der Justizirrtümer. Skandalöse Fälle, unschuldige Opfer, hartnäckige Ermittler sammelt Fehlurteile, nicht Stammtischsätze über das Recht.
Leben
Er ist Jurist, war in leitender Stellung in der Versicherungswirtschaft tätig und lebt in Ahrensburg. Der Umweg war die Akte der Assekuranz, nicht der Gerichtssaal als Bühne: bevor Ullstein 2003 den Band nahm, hatte er die Fälle als Leser der Geschichte gesammelt, die sein Steckenpferd blieb. Der Verkaufserfolg trug Folgebände über Mordprozesse, ungesühnte Taten und militärische Irrtümer.
Wirkung
Otto hat den Satz, Irren sei menschlich, dort angegriffen, wo Justitia nicht Mensch sein darf. 167 Fälle, die Behauptung, unvermeidbar sei keiner, die kleine Entschädigung nach Jahren. Das ist Empörung als Nachschlagewerk. Die Strafrechtslehre hat denselben Stoff kälter; das Publikum hat das Erschauern gekauft.
Gelesen als Ankläger der Praxis, gebraucht als Kriminalspannung: Wer nur die spektakulären Namen will, hat die kleinen Verfahren verfehlt. Wer nur die Moral will, unterschlägt die Stellen, an denen ein Gutachten den Ausschlag gab. Berlin die Herkunft; Ahrensburg der Wohnort.
Werke
In Auswahl außerdem: Im Namen des Irrtums, Lexikon der ungesühnten Morde.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.