Autor:Wilhelmine von Hillern

1836 1916
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Wilhelmine von Hillern (1836–1916), in München geboren, hat den Heimatroman gegen seine eigene Erbaulichkeit geführt. Die Geier-Wally schickt ein Mädchen an der Seil ins Geierhorst und macht aus der Tat eine Lebensform: Der Vater erzieht die Erbin wie ein Stück Vieh, die Alpen handeln mit, sie trösten nicht. Hillern kam vom Theater; der Beiname der Figur blieb, der Name der Verfasserin oft nicht.

Leben

Tochter der Schauspielerin und Stückeschreiberin Charlotte Birch-Pfeiffer, selbst auf der Bühne, dann die Ehe mit dem Gutsbesitzer Hillern und das Schreiben. Der Umweg war diese Bühne: Hillern kannte den Effekt, die Haltung, den Streit vor Zeugen, und legte ihn aufs Lechtal, nach einer wahren Episode der Malerin Anna Stainer-Knittel. 1873 als Fortsetzung, 1875 als Buch in zwei Bänden; Übersetzungen, Bühne, später die Oper. Sie selbst schätzte spätere, psychologisch dichtere Arbeiten höher. Sie starb in Hohenaschau, als Autorin eines Stoffes, den andere weicher weiterschrieben.

Wirkung

Hillern hat aus der Mutprobe keine Trachtengeschichte gemacht. Walburga Stromminger, Geier-Wally, wird hart wie der Vater, verbannt aufs Hochjoch, schlägt Vinzenz mit der stumpfen Seite des Beils, schwört im Zorn einen Tod und rettet denselben Mann aus der Schlucht. Die Natur ist Prüfung, nicht Schmuck; die Liebe eine Folge von Missverständnissen, Prügel und Gerüchten. Fontane sah 1881 die Bühnenfassung und lobte, dass richtige Menschen das Richtige täten – und stellte das Stück trotzdem zu den Kometen, nicht zu den Dauersternen.

Die Oper La Wally von Alfredo Catalani und mehrere Filme haben aus Wally oft die mutige Almfigur gemacht, der nur der rechte Mann fehlt. Der Roman erzählt etwas Härteres: Der Vater küsst nach der Mutprobe, nicht nach der Zärtlichkeit. In Elbigenalp steht eine Freilichtbühne; Felix Mitterer hat den Stoff für den Ort neu gefasst. Wer das Buch für eine Trachtengeschichte hält, hat die Verbannung und den Schwur hinter dem Tanz nicht gelesen. Geblieben ist die eine Figur, die den Geier auf der Schulter trägt und den Hof nicht als Zuflucht, sondern als Schlachtfeld kennt.

Werke

In Auswahl außerdem: Ein Arzt der Seele, Und sie kommt doch!.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.