Autor:Gerhard Besier

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Gerhard Besier (geb. 1947), in Wiesbaden geboren, hat die Kirchen im 20. Jahrhundert an den Akten der Diktaturen gemessen. Der SED-Staat und die Kirche ist die dreibändige Aktengeschichte der Spitzen in der DDR: Anpassung, dritter Weg, Absturz.

Leben

Evangelische Theologie und Psychologie, Schüler von Klaus Scholder, Ordination, dann die Lehrstühle der Kirchengeschichte in Berlin und Heidelberg. Der Umweg ist die Öffnung der Stasi-Archive 1990: Besier las, was die Staatssicherheit über Bischöfe und Kirchenleitungen geführt hatte, und schrieb daraus das Gesetz der Anpassung. Dresden, das Hannah-Arendt-Institut, der sächsische Landtag für die Linke, der Austritt. Er lebt als Historiker und Rechtspsychologe.

Wirkung

Besier hat die kirchliche Zeitgeschichte der DDR von der Selbstbeschreibung der Kirche auf die Zusammenarbeit der Leitungen umgestellt. Nicht die Gemeinde von unten, sondern die Spitze im Gespräch mit dem Staat: Wer tauschen, schweigen, berichten musste, um Spielräume zu halten. Die Bände wurden Standard der Aufarbeitung und Angriff zugleich, weil Akten der Staatssicherheit Zusammenarbeit dokumentieren, nicht die Motive der Pfarrer.

Die Kritik nannte die Methode parteilich: Unterlagen, die nur Belastung kennen, erzeugen das Bild der Kollaboration. Besier hat Karl Barth und den Bruderrat in eine Linie der Bereitschaft zum totalitären Staat gestellt; andere lasen darin die Abrechnung eines Außenseiters. Die Rede zur Eröffnung eines Scientology-Büros in Brüssel 2003 hat ihn zusätzlich isoliert; er nannte sie später einen politischen Fehler. Wer ihn nur als Enthüller der Stasi-Akten führt, unterschlägt die Streitlage. Wer ihn nur als Eiferer abtut, unterschlägt die Quellen, die er zuerst gelesen hat.

Werke

In Auswahl außerdem: Die evangelische Kirche in den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts, Fünf Jahre unter Linken.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.