Eutropius (gestorben nach 390), römischer Beamter und Geschichtsschreiber der Spätantike, hat dem Kaiser Valens die römische Geschichte auf knappem Raum in die Hand gegeben. Das Breviarium ab urbe condita von 369 führt in zehn Büchern von der Stadtgründung bis zum Tod Kaiser Jovians.
Leben
Über die Person ist wenig Gesichertes überliefert; Geburtstag und Herkunft bleiben unsicher. Er selbst erwähnt die Teilnahme am Perserfeldzug Julians im Jahr 363, ohne das Amt zu klären. Der Umweg ist der Hof: als vir clarissimus dem Senatorenstand zugehörig, unter Valens wohl magister memoriae, später nach Ammianus Marcellinus Prokonsul von Asia. Das Breviarium entstand im Auftrag des Kaisers, der nach den Gotenfeldzügen den Titel Gothicus Maximus führte. Eutropius starb nach 390.
Wirkung
Eutropius hat Livius auf Schulmaß gebracht: klarer Satz, knappe Chronologie, die Lehre, dass Rom seine Nöte überwindet. Die ersten sechs Bücher zehren so stark von Ab urbe condita, dass die Suda das Werk als Auszug las; die Kaiserzeit stützt sich auf Sueton und die sogenannte Enmannsche Kaisergeschichte, das letzte Buch auf eigene Anschauung. Heiden und Christen zitierten ihn, Paianios übersetzte ins Griechische, im Mittelalter setzten Paulus Diaconus und Landolfus Sagax die Kurzfassung fort. Als Lehrbuch der römischen Geschichte hat das Breviarium Jahrhunderte überdauert, in denen Livius selbst nur bruchstückhaft zur Hand war.
Die Kritik zählt chronologische Irrtümer und die Glätte, die Konflikt in Sieg verwandelt. Das Buch bleibt trotzdem die lesbarste lateinische Kurzgeschichte Roms und der Text, an dem Anfänger das Latein der Historiker übten. Wer Eutropius nur als Verkürzer liest, unterschlägt, dass Kürze hier die Form der Orientierung war, die ein Kaiser brauchte. Wer die Orientierung für Wahrheit nimmt, unterschlägt, was die langen Bücher weggelassen hätten.
Werke
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.