Das letzte Einhorn

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Peter S. Beagle · 1968 · Roman
Das Werk
Deutscher Titel: Das letzte Einhorn
Autor(en): Peter S. Beagle
Originaltitel: The Last Unicorn
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1968
Schlagwörter: Einhorn, Magier, König, Verwandlung
Sachgebiete: Roman
Greifbare Ausgabe
Verlag: Klett-Cotta


Umfang dieser Ausgabe: 260 Seiten
ISBN: 9783608875027
Verweise
Umschlag

Das letzte Einhorn ist der 1968 erschienene Roman von Peter S. Beagle, englisch The Last Unicorn, deutsch bei Klett-Cotta in der Hobbit-Presse. Ein Einhorn hört, es sei das letzte, verlässt den Wald, um die anderen zu suchen, und wird unterwegs zur Frau, weil nur so der rote Stier des Königs Haggard sie nicht erkennt. Beagle hat das Märchen nicht modernisiert, indem er es bricht, sondern indem er es wörtlich nimmt: Die Magie ist müde, die Räuber sind Literaten, der Magier kann fast nichts, und das Einhorn lernt Reue, die ein Tier nicht kennt. 1982 kam ein Zeichentrickfilm, dessen Lieder das Buch in einer zweiten Jugend bekannt machten.

Inhalt

Das Einhorn lebt allein in einem westlichen Wald, zeitlos, unberührt, bis zwei Jäger vorbeisprechen: Die anderen seien fort, schon lange, vielleicht gefangen. Es geht auf die Straße. Menschen sehen in ihm eine Stute, weil sie keine Einhörner mehr erwarten. Der Magier Schmendrick, unsterblich durch einen Fluch und unfähig zu zuverlässiger Zauberei, schließt sich an; später die Frau Molly Grue, die bei Räubern lebt, gekocht und gehofft hat und dem Einhorn vorwirft, zu spät zu kommen – sie habe es in der Jugend gesucht, nicht jetzt, da die Schönheit verbraucht sei. Der Schmetterling spricht in Liedzitaten. Der Räuberhauptmann Cully dichtet Balladen über sich selbst. Die Hexe Fortuna will das Einhorn in ihrer Wanderschau vorführen; Schmendrick zaubert zufällig etwas Echtes, und sie entkommen.

König Haggard hat die Einhörner ins Meer treiben lassen, der rote Stier, ein Wesen aus Feuer, jagt sie. Haggard sitzt in einer kahlen Burg, besitzt alles und hat an nichts Freude außer am Anblick der Hörner im Wasser. Sein Adoptivsohn Prinz Lír will Held sein und dichtet Taten. Damit der Stier das Einhorn nicht erkennt, verwandelt Schmendrick es in eine menschliche Frau, Amalthea. Sie vergisst, was sie war, geht aufrecht, isst, fürchtet, und Lír liebt sie. Molly sieht, dass Amalthea das Hornlose lernt: Zeit, Tod, Zögern. Haggard merkt trotzdem. Am Strand, vor dem Stier und dem Meer voller Hörner, muss Amalthea zurückverwandelt werden, sonst bleibt sie Mensch und die anderen verloren. Schmendrick gelingt der Zauber, weil er endlich nicht sich meint. Das Einhorn stellt sich dem Stier, die anderen brechen aus dem Wasser, Haggards Burg fällt ins Meer, Haggard stirbt. Lír, der die Frau geliebt hat, bleibt mit einer Erinnerung zurück, die kein Mensch ganz tragen kann.

Das Einhorn kehrt in den Wald, weiß aber nun, was Sterbliche wissen: Verlust, Liebe, die Dauer eines Tages. Beagle gibt ihm keine Moralpredigt; die Reue ist der Preis der Rettung. Schmendrick geht weiter, unsterblich und ein Stück weniger dilettantisch. Molly hat gesehen, was sie sehen wollte, und es ist nicht die Jugend. Der Roman spricht in einem Ton, der Märchenformel und Alltagsprosa mischt, ohne die eine der anderen zu opfern. Wer das Einhorn nur als Sinnbild liest, verpasst das Tier, das nicht sterben kann und trotzdem trauert.

Einordnung

Beagle hat in den sechziger Jahren, gegen die harte Phantastik und gegen die Trilogien im Gefolge Tolkiens, ein schmales Buch geschrieben, das Magie als Verlustgeschäft behandelt. Schmendrick ist der Magier, der die Formeln kennt und die Kraft nicht hat; genau das macht ihn brauchbar, weil er scheitern darf. Haggard ist kein dunkler Herr, sondern ein Greis der Langeweile, der Schönheit hortet, bis sie im Meer steht und ihn trotzdem nicht nährt. Die Linie zu den älteren Feenmärchen ist offen, die zu den späteren Verfilmungen und Nachahmungen oft zu bunt.

Der Zeichentrickfilm von 1982, mit Stimmen unter anderem von Christopher Lee, hat Szenen und Lieder hinzugefügt und den Schluss weicher gezeichnet; das Buch bleibt schärfer in Amaltheas Angst, nie wieder Horn zu sein. Klett-Cotta hält den Band in der Tradition der Hobbit-Presse. Wer nach 1968 ein Einhorn wollte, das nicht niedlich ist, fand es hier: schön, kalt, dann verwundbar, dann wieder schön und nicht mehr unschuldig. Beagle hat später Fortsetzungen und Erzählungen im selben Land geschrieben; der erste Text bleibt der, in dem das letzte Tier lernt, dass Letztes eine Zahl der Menschen ist, nicht der Wälder.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.