Der Unsichtbare
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Unsichtbare |
| Autor(en): | H. G. Wells |
| Originaltitel: | The Invisible Man |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1897 |
| Schlagwörter: | Unsichtbarkeit, Wissenschaft, Terror, Dorf |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Diogenes
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| Umfang dieser Ausgabe: | 157 Seiten |
| ISBN: | 9783257201291 |
| Verweise | |
Der Unsichtbare ist der Roman von H. G. Wells, 1897 in London unter dem Titel The Invisible Man. A Grotesque Romance erschienen. Ein Albino-Chemiker findet eine Formel, die weiße Körper unsichtbar macht, kann den Vorgang nicht umkehren und wird vom Forscher zum Dieb, Brandstifter und Mörder. Wells hat die wissenschaftliche Romanze – so nannte er diese frühen Bücher selbst – an die Dorfgasse und die Panik einer Menge geführt. Der Band gehört neben Der Krieg der Welten und Die Insel des Dr. Moreau zu den Gründungstexten seiner Zukunfts- und Schauerprosa. Die Unsichtbarkeit ist hier kein Wunschtraum, sondern eine Falle.
Inhalt
Ein vermummter Fremder steigt im Gasthaus »Coach and Horses« des Dorfes Iping in Sussex ab, das Gesicht in Verbänden, die Augen hinter dunklen Gläsern, die Hände in Handschuhen. Mrs. Hall, die Wirtin, duldet die Sonderlichkeit, solange gezahlt wird; der Mann experimentiert im Zimmer, stößt Möbel um, schimpft. Der Winter kommt, die Rechnung bleibt, der Verdacht wächst. Als man ihn stellen will, reißt der Fremde die Verbände herunter: Es ist niemand da. Griffin, so heißt der Unsichtbare, flieht, terrorisiert das Dorf, zwingt den Landstreicher Marvel, ihm zu dienen und Notizen zu tragen, und nimmt Quartier beim Arzt Kemp, einem Bekannten aus Universitätszeiten.
Griffin erzählt Kemp die Vorgeschichte. Er hat in London an Lichtbrechung und Pigment gearbeitet, den Vater um Geld betrogen, der sich daraufhin das Leben nahm, an sich selbst experimentiert und festgestellt, dass Speisereste im Magen, Schmutz und Wetter die Unsichtbarkeit verraten. Nackt und unsichtbar ist er mächtig und hilflos zugleich. Er will Kemp zum Komplizen eines Terrors machen: Herrschaft durch Furcht, zuerst über eine Stadt, dann weiter. Kemp verständigt die Polizei. Griffin schwört Rache, hetzt durch die Gegend, tötet einen Mann, der ihn stellen will, und wird selbst von einer aufgebrachten Menge gestellt und erschlagen. Im Tod wird der Körper wieder sichtbar: zuerst die Knochen, dann die Haut, zuletzt das Gesicht eines Albinos.
Wells erzählt die Groteske von zwei Seiten. Das Dorf kichert und tratscht, bis der Spuk greifbar wird; Griffin redet wie ein Mann der Wissenschaft, der die Menschheit für ein Hindernis seiner Formel hält. Es gibt keine Instanz, die die Erfindung zurücknimmt. Die Unsichtbarkeit macht nicht frei, sie isoliert, erniedrigt und steigert den Größenwahn. Marvel überlebt mit den gestohlenen Heften, die er nicht lesen kann. Kemp überlebt als derjenige, der den ehemaligen Kommilitonen ausgeliefert hat. Das Buch endet mit dem sichtbaren Toten und mit der Ahnung, dass die Hefte irgendwo weiterwandern.
Einordnung
Wells hat die Furcht vor der Naturwissenschaft nicht als Laborstück geschrieben, sondern als Dorfgeschichte. Die Formel ist glaubwürdig gemacht, die Folgen sind moralisch: Wer unsichtbar ist, entkommt der Scham und verliert die Hemmung. Zeitgenossen lasen eine Groteske; später hat die Filmgeschichte, beginnend mit James Whale 1933, den Verbandkopf zum Bild gemacht und oft den Terror in Komödie oder Effekt aufgelöst. Leigh Whannells Film von 2020 hat den Stoff in die Gegenwart einer verfolgten Frau verschoben. Griffin ist kein Held der Technik und kein bloßes Monster; er ist ein armer Forscher mit einer Idee, die größer ist als sein Charakter.
Gegenüber Der Krieg der Welten, der die Invasion von außen bringt, bleibt Der Unsichtbare die Katastrophe von innen: Ein einzelner Mensch macht sich zum Ausnahmezustand. Neben Die Insel des Dr. Moreau steht der Roman in Wells’ Reihe der Experimente, die das Humane auftrennen. Wer nach 1897 über Unsichtbarkeit spricht, spricht hinter diesem Buch; wer es für einen bloßen Trick der Spezialeffekte hält, hat den Vater, den Griffin in den Tod treibt, und die Menge, die ihn tottritt, nicht gelesen. Die angegebene Diogenes-Ausgabe folgt der Übersetzung von Alfred Winternitz und Claudia Schmölders.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
