Der Marsianer
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Der Marsianer |
| Autor(en): | Andy Weir |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Heyne |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2011 |
| Seitenanzahl: | 512 Seiten |
| Originaltitel: | The Martian |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3453316916 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783453316911 |
| Schlagwörter: | Mars, Überleben, Technik, NASA |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Der Marsianer ist der Debütroman von Andy Weir, 2011 zunächst im Selbstverlag, 2014 bei Crown; die deutsche Übersetzung von Jürgen Langowski erschien im selben Jahr bei Heyne. Ein Botaniker der NASA bleibt allein auf dem Mars zurück und rechnet, pflanzt und flucht sich durch fünfhundert Tage, bis eine unplanmäßige Rückkehr möglich wird. Weir, von Haus aus Programmierer, hat die Zahlen so gesetzt, dass Fachleute die Bahnen und den Anbau prüfen konnten. Der englische Titel The Martian meint den Mann, nicht den Planeten. Ridley Scott verfilmte den Stoff 2015 mit Matt Damon; das Taschenbuch zeigt oft das Gesicht aus dem Film.
Inhalt
Mark Watney, Botaniker und Mechaniker der Mission Ares 3, wird am sechsten Sol in der Acidalia Planitia von einer Antenne getroffen, die der Sturm aus dem Habitat reißt. Der Anzug sendet kein Lebenszeichen mehr; Kommandantin Melissa Lewis muss mit der übrigen Besatzung – darunter Rick Martinez, Beth Johanssen, Chris Beck und Alex Vogel – zum Mutterschiff Hermes starten. Watney lebt. Er versorgt die Wunde, führt Logbuch und rechnet die Vorräte gegen die Jahre bis Ares 4. Aus Hydrazin gewinnt er Wasser, aus mitgebrachten Kartoffeln und Marsboden eine Ernte unter der Kuppel. Die NASA entdeckt auf Satellitenbildern, dass er sich bewegt; Venkat Kapoor alarmiert die Behörde, hält die Nachricht aber zunächst von der Hermes-Crew fern.
Watney findet die alte Sonde Pathfinder, stellt den Sichtkontakt zur Erde her und plant die dreitausend Kilometer zum Schiaparelli-Krater, wo das Rückkehrmodul von Ares 4 wartet. Eine Schleuse reißt; Kälte tötet die Pflanzen und vernichtet das meiste Wasser. Eine eilig gestartete Versorgungsrakete explodiert. China bietet einen Träger; der Bahnrechner Rich Purnell entwirft ein Manöver, mit dem die Hermes das chinesische Modul aufnehmen und zum Mars zurückkehren könnte. Direktor Teddy Sanders lehnt ab, weil fünf weitere Astronauten gefährdet wären. Die Crew der Hermes erhält die Zahlen trotzdem, widersetzt sich und zwingt die NASA, den Plan auszuführen.
Watney schließt Pathfinder kurz und legt Steine als Morsezeichen. Er fährt mit Rover und Anhänger, umgeht einen Staubsturm, überschlägt sich am Kraterrand und erreicht das Modul. Für den Start muss Gewicht weg: Er reißt Verkleidung ab und spannt eine Plane. Die Plane gibt nach, die Bahn wird zu langsam; die Hermes sprengt eine Schleuse, bremst mit entweichender Luft und fängt ihn auf. Watney hat mehr als eineinhalb Jahre allein auf dem Mars verbracht. Der Roman erzählt das in Logbucheinträgen, die Witz gegen die Panik setzen, und in Szenen auf der Erde, in denen Behörden, Presse und Physik denselben Mann retten sollen.
Einordnung
Weir hat die Robinsonade – Defoe, Verne, der gestrandete Ingenieur – auf einen Planeten gelegt, dessen Physik nicht verhandelt wird. Der Sandsturm am Anfang ist die bekannteste Unrichtigkeit: Die dünne Marsatmosphäre würde keine Antenne umreißen; Weir hat das später eingeräumt. Alles andere, vom Kartoffelanbau bis zum Rendezvous, wurde als näherungsweise machbar gelesen. Gegen Solaris fehlt jedes Unverständliche: Der Mars ist tot, der Mensch rechnet. Gegen den Der Krieg der Welten fehlt der Einfall von außen; die Gefahr ist Sauerstoff, Kalorien, Bahnmechanik.
Scotts Film hat die Logbücher in Bilder und einen rettenden Witz übersetzt, der dem Buch nicht fremd ist. Watneys Stimme – sarkastisch, pedantisch, unheroisch – hat dem Zukunftsroman der zweitausender Jahre eine Figur gegeben, die nicht auserwählt ist, sondern den Dreisatz beherrscht. Wer das Buch für eine Hymne auf die NASA hält, übersieht, wie oft die Behörde irrt und die Crew eigenmächtig handelt. Es bleibt ein Roman der Arbeit: pflanzen, dichten, fahren, rechnen, bis die Zahlen aufgehen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
