Der Spieler

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Spieler
Autor(en): Fjodor Dostojewski
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Fischer Taschenbuch
Serie:
Erscheinungsjahr: 1866
Seitenanzahl: 247 Seiten
Originaltitel: Игрок
Originalsprache: russisch
ISBN-10: 3596907349
ISBN-13/

EAN-Code:

9783596907342
Schlagwörter: Spielbank, Roulett, Leidenschaft, Schuld
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Der Spieler ist der 1866 diktierte Roman von Fjodor Dostojewski, in sechsundzwanzig Tagen seiner späteren Frau Anna in die Feder gesagt, um einen Vertrag mit dem Verleger Stellowski zu erfüllen. Das Manuskript wurde beim Notar hinterlegt, weil Stellowski Petersburg verlassen hatte, um die Ablieferung unmöglich zu machen. Eingebettet in die burleske Warterei einer verschuldeten russischen Gesellschaft auf eine Erbschaft im fiktiven Kurort Roulettenburg, stehen genaue Beschreibungen der Spielsucht, die Dostojewski aus Wiesbaden und Bad Homburg kannte. Die Liebe des Hauslehrers Aleksej zu Polina verarbeitet die unglückliche Beziehung zu Apollinarija Suslowa.

Inhalt

Der hoch verschuldete General wartet in Roulettenburg mit Familie, Bekannten und Gläubigern auf den Tod der reichen Erbtante, der einzigen Chance, den Franzosen de Grieux zu bezahlen, den Kavalier seiner Stieftochter Polina. Zugleich soll das Geld die Hochzeit mit der nicht unbemittelten Mademoiselle Blanche ermöglichen, in die der ältere General verliebt ist. Der Hauslehrer Aleksej Iwanowitsch, Ich-Erzähler, beobachtet die Intrigen und das heimliche Bündnis zwischen de Grieux und Blanche. Er buhlt um Polina. Sie nutzt ihn aus, verspottet ihn und straft ihn mit Verachtung.

Statt des Todestelegramms erscheint die resolute Tante selbst, spielt Roulette, sagt allen die Meinung und macht klar, dass der General nichts erben wird. Innerhalb weniger Tage ist die Katastrophe vollständig: Die Tante verspielt ein Vermögen und fährt nach Moskau zurück. De Grieux verlässt Polina, Blanche den General, der vor dem Zusammenbruch steht. Nun bekennt Polina Aleksej ihre Liebe. Er läuft in die Spielbank, gewinnt für sie das Geld gegen de Grieux – hunderttausend Florin bei Roulette und Trente et quarante – und erkennt mit ihr, dass die Liebe in Spielsucht umgeschlagen ist. Polina flüchtet zu dem kühlen Engländer Mr. Astley, mit dem Aleksej eine distanzierte Freundschaft verbindet.

Aleksej zieht mit Blanche nach Paris. Sie behandelt ihn wie ein Schoßtier, dasselbe widerfährt dem nachgereisten General, den sie des Titels wegen heiratet, während er in Stumpfsinn sinkt. Blanche bringt die hunderttausend Florin mit Prunk durch. Aleksej verlässt Paris verarmt und schlägt sich als Lakai in Homburg und Baden-Baden durch. Sobald er Lohn hat, trägt er ihn zum Roulette. Selbst Astleys Nachricht, Polina liebe ihn wirklich, reißt ihn nicht los. Die Sucht erfüllt ihn vollständig. Roulettenburg ist nicht Homburg und nicht Baden-Baden; der Roman nennt die echten Orte daneben, als wolle er die Erfindung nicht zur Kulisse einer einzigen Stadt machen, sondern zur Formel jedes Kurorts, in dem Russen auf Geld und Franzosen auf Russen warten.

Einordnung

Dostojewski hat das Roulette nicht zur Metapher verdünnt: Er zählt Einsätze, Farben, den Aberglauben der Serie und den körperlichen Rausch des Gewinns. Zugleich ist der Text eine Komödie der Abhängigkeit – der General von Blanche, Polina von de Grieux, Aleksej von Polina und zuletzt vom Spiel, das keine Person mehr braucht. In der Werkfolge steht der schmale Roman neben Schuld und Sühne, ohne dessen metaphysische Weite; die Eile der Entstehung ist dem Tempo der Szenen anzuhören. Es ist Dostojewskis einziger Roman, der nicht als Zeitungsfortsetzung erschien.

Sergei Prokofjew machte daraus eine Oper. Verfilmungen reichen vom Stummfilm Die rollende Kugel bis zu französischen und amerikanischen Fassungen mit Gérard Philipe, Gregory Peck und anderen. Swetlana Geiers Übersetzung hat dem deutschen Text die Härte der Stimme zurückgegeben. Wer nach 1866 Spielsucht nicht als Lasterpredigt, sondern als Leidenschaft erzählt, die Liebe, Stolz und Zukunft auffrisst, erzählt hinter Aleksej Iwanowitsch. Er weiß, dass Polina ihn liebt, und geht trotzdem zur Bank.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.