Autor:Julia Franck

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Julia Franck (* 1970), in Ost-Berlin geboren, hat der Mutterschaft den Roman gegeben, der die Tat nicht entschuldigt, indem er die Täterin kenntlich macht. Die Mittagsfrau lässt eine Frau ihr Kind auf einem Bahnhof sitzen; wer liest, muss die Aussetzung ertragen, während er Helene Würsich kennenlernt.

Leben

Kindheit in der DDR, 1978 die Flucht nach Westen mit Mutter und Schwester, später Berlin: Der Umweg war diese Familienwanderung, aus der das Buch nicht als Schlüsselroman folgt, aber seine Kälte hat. Franck schrieb Erzählungen und Romane, ehe 2007 der Deutsche Buchpreis die Mittagsfrau festsetzte. Sie lebt in Berlin und hat die eigene Herkunft seither auch als Lebensbericht erzählt, ohne die Romane zur Akte zu machen.

Wirkung

Franck hat das 20. Jahrhundert über eine Frau erzählt, die nicht zur tröstlichen Heldin taugt. Helene wächst in Bautzen auf, liebt in den zwanziger Jahren, überlebt den Krieg und gibt den Sohn ab, bevor die neue Ordnung sie einholt. Die Mittagsgespenstin des Titels heimsucht Feldarbeiter; im Roman trifft die Hitze die Mutter. Das ist keine Entlastung. Es ist die Behauptung, dass man eine Verlassenheit erzählen kann, ohne sie zur Lehre zu biegen.

Der Buchpreis und die Übersetzungen haben das Werk rasch ins Zentrum gerückt; der Streit galt der Figur, nicht dem Satzbau. Man warf dem Roman vor, er mache aus der versagenden Mutter zu viel Schönheit, oder zu wenig Erklärung. Franck hält beides aus, indem sie den Sohn den Rahmen sprechen lässt und die Frau trotzdem nicht vor Gericht stellt. Wer nach 1945 über Mütter spricht, die nicht bleiben, spricht hinter diesem Bahnhof.

Werke

In Auswahl außerdem: Lagerfeuer, Rücken an Rücken, Welten auseinander.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.