Relevanz
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Relevanz |
| Autor(en): | Dan Sperber, Deirdre Wilson |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Blackwell |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1986 |
| Seitenanzahl: | 326 Seiten |
| Originaltitel: | Relevance. Communication and Cognition |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 0631198784 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9780631198789 |
| Schlagwörter: | Pragmatik, Folgerung, Aufwand, Verstehen |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Sprachwissenschaft |
| Rezensionen | |
Relevanz. Kommunikation und Kognition (englisch Relevance) ist die 1986 erschienene Untersuchung von Dan Sperber und Deirdre Wilson. Sie erklärt Verstehen als Rechnung: Der Hörer sucht die Lesart, die bei geringstem Aufwand die größte kognitive Wirkung hat.
Inhalt
Sperber und Wilson gehen von Grice aus und streichen die Moral der Kooperation. Was bleibt, ist ein Mechanismus. Äußerungen sind Hinweise auf Absichten; der Hörer folgert, was der Sprecher gemeint haben muss, unter der Annahme der Relevanz. Was nicht gesagt wird, ist oft der Kern. Implikatur ist keine Höflichkeitszugabe. Sie ist der Normalfall.
Das Buch ist kognitiv, gegen die Semiotik geschrieben, die Codes als Schlüssel denkt. Codes helfen; sie reichen nicht. Ostension und Inferenzen tragen die Last. Ironie, Metapher, das Schweigen: Alles wird als optimale Relevanz lesbar, nicht als Bruch der Regel.
Der Ton ist technisch und trotzdem grundsätzlich. Wer eine Gesprächsanalyse sucht, findet eher eine Architektur des Geistes. Wer nur Geist sucht, findet Beispiele aus dem Alltag. Die Pragmatik nach 1986 arbeitet in diesem Rahmen oder gegen ihn.
Einordnung
Neben Austin und Searle ist dies die dritte große Wende der sprachlichen Tat: von der Konvention zur Kognition. Die Kritik nennt das zu wenig Gesellschaft. Wer nach 1986 über Andeutung spricht, ohne Aufwand und Wirkung, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
