Anfänge

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Anfänge
Autor(en): David Graeber, David Wengrow
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Klett-Cotta
Serie:
Erscheinungsjahr: 2021
Seitenanzahl: 672 Seiten
Originaltitel: The Dawn of Everything
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3608985085
ISBN-13/

EAN-Code:

9783608985085
Schlagwörter: Ungleichheit, Experiment, Stadt, Freiheit
Sachgebiete: Sachbuch, Anthropologie
Rezensionen
Umschlag

Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit erschien 2021, deutsch 2022. Der Anthropologe David Graeber und der Archäologe David Wengrow bestreiten, dass Ungleichheit mit dem Ackerbau kommen musste. Die Vorgeschichte ist voller Versuche, Herrschaft einzuführen und wieder abzuschaffen.

Inhalt

Das Buch räumt zuerst mit Rousseau und Hobbes auf, nicht um einen Dritten zu krönen, sondern um die Frage zu wechseln. Nicht: Wann verloren wir die Gleichheit? Sondern: Warum erzählen wir uns, es habe nur einen Weg gegeben? Graeber und Wengrow sammeln Fälle: saisonale Häuptlinge, die im Winter nichts gelten; Städte ohne Palast; Ackerbau, den man wieder aufgibt; die Kritik indigener Gesprächspartner an der europäischen Unfreiheit, lange bevor Europa das »edle Wilde« erfand.

Freiheit fassen sie dreifach: wegzugehen, zu widersprechen, die sozialen Verhältnisse umzubauen. Wo eine dieser Freiheiten stirbt, entsteht etwas, das später Staat heißt. Göbekli Tepe, die Ukraine vor den Städten, Teotihuacan, das vorkolumbische Nordamerika: immer wieder Gesellschaften, die monumentale Orte bauen, ohne Könige zu brauchen – oder Könige ertragen und wieder absetzen. Die Schere der Ungleichheit ist kein Naturgesetz der Sesshaftigkeit.

Graeber starb 2020; das Buch ist sein letzter großer Wurf, von Wengrow zu Ende geführt. Die Breite ist die Stärke und die Angriffsfläche. Rezensenten aus der Archäologie haben Einzelfälle zerlegt, Datierungen bestritten, die Freiheit dreier Begriffe für zu philosophisch gehalten. Das Argument bleibt politisch: Wer die Anfänge für determiniert erklärt, erklärt die Gegenwart für alternativlos.

Einordnung

Gegen Hararis Eine kurze Geschichte der Menschheit und Scotts Die Mühlen der Zivilisation – das eine eine Spezies-Erzählung, das andere eine Anklage des Getreides – setzen Graeber und Wengrow das Experiment. Menschen haben sich immer wieder anders eingerichtet. Das Buch wurde ein Bestseller der Linken und ein Ärgernis des Fachs. Wer es als Lehrbuch der Steinzeit liest, liest es falsch; wer nach 2021 noch sagt, der Staat sei mit der Landwirtschaft gekommen wie das Wetter, hat die Behauptung wenigstens gehört.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.