The Great Transformation

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: The Great Transformation
Autor(en): Karl Polanyi
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Suhrkamp
Serie:
Erscheinungsjahr: 1944
Seitenanzahl: 394 Seiten
Originaltitel: The Great Transformation
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3518278606
ISBN-13/

EAN-Code:

9783518278604
Schlagwörter: Markt, Einbettung, Fiktion, Schutz
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen
Umschlag

The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen ist das 1944 erschienene Hauptwerk von Karl Polanyi. Der selbstregelnde Markt ist keine Natur; er ist eine gewaltsame Herauslösung der Wirtschaft aus der Gesellschaft.

Inhalt

Polanyi liest das 19. Jahrhundert als Umsturz. Land, Arbeit und Geld werden behandelt, als wären sie Waren – und sind es nicht. Diese drei Fiktionen machen den Markt zur Ordnung der ganzen Gesellschaft. Was früher eingebettet war in Sitte, Haus, Schutz, wird dem Preis überlassen. Speenhamland, die Armengesetze, die Goldwährung, der Freihandel: Stationen einer Umwälzung, die den Menschen von Grund und Nachbarschaft reißt.

Darauf antwortet die Gesellschaft mit einer Gegenbewegung: Fabrikgesetz, Zoll, Gewerkschaft, Sozialversicherung. Nicht aus Ideologie, aus Not. Der Zusammenbruch der liberalen Zivilisation im Weltkrieg und in der Weltwirtschaftskrise ist in dieser Lesart kein Unfall; er ist die Folge eines Marktes, der die Substanz verbraucht, von der er lebt.

Das Buch ist im Exil geschrieben, gegen Friedrich August von Hayeks Glauben an die spontane Ordnung und gegen die Hoffnung, der Markt werde sich selbst zivilisieren. Der Ton ist der des Historikers, der rechnet und anklagt, ohne Marx' Schema zu übernehmen. Die Wirtschaft ist um der Gesellschaft willen da, nicht umgekehrt.

Einordnung

Neben Hayeks Der Weg zur Knechtschaft – im selben Jahr 1944 – steht Polanyi als der Gegenentwurf: nicht die Planung als Weg in die Unfreiheit, sondern der entfesselte Markt als Weg in den Zusammenbruch. Karl Marx' Kapital erklärt die Ausbeutung im Innern; Polanyi erklärt die Zerstörung der Einbettung. Die Wiederkehr des Marktes nach 1989 hat das Buch neu lesbar gemacht, oft zur Formel von der Einbettung verdünnt. Wer es nur als Sozialstaatstheorie liest, unterschlägt die Härte: dass der Markt die Gesellschaft auffrisst, wenn man ihn lässt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.