Die Antiquiertheit des Menschen
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Antiquiertheit des Menschen |
| Autor(en): | Günther Anders |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | C.H. Beck |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1956 |
| Seitenanzahl: | 397 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3406723160 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783406723162 |
| Schlagwörter: | Technik, Atom, Scham, Diskrepanz |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Rezensionen | |
Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution ist das 1956 erschienene Hauptwerk von Günther Anders. Der Mensch ist hinter dem zurückgeblieben, was er herstellen kann. Die Angaben in der Infobox beziehen sich auf den ersten Band; der zweite folgte 1980.
Inhalt
Anders nennt die Lücke prometheische Scham: Wir schämen uns, dass wir nicht so vollkommen, so unsterblich, so glatt sind wie unsere Geräte. Die Phantasie reicht nicht an die Wirkung heran. Wir können die Bombe bauen und uns das Ende nicht vorstellen, das sie bedeutet. Diese Blindheit für die Apokalypse ist keine Charakterschwäche; sie ist die Struktur einer Zivilisation, die mehr macht, als sie fühlt.
Das Fernsehen liefert die Welt ins Haus und macht sie zum Phantom: anwesend, unverbindlich, fertig. Die Nachricht ersetzt die Erfahrung, die Matrize das Ereignis. Beckett kommt vor, nicht als Literaturbeilage, sondern als Diagnose: Sein ohne Zeit, Warten ohne Gegenstand.
Der erste Band endet bei der Bombe. Der Mensch ist kleiner als er selbst. Moralische Phantasie müsste trainiert werden wie ein Muskel; die Zivilisation trainiert das Gegenteil. Der zweite Band, ein Vierteljahrhundert später, schreibt die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution nach – Computer, Maschine, die Welt als Betrieb.
Einordnung
Neben Hans Jonas' Das Prinzip Verantwortung und gegen den Fortschrittsglauben der Nachkriegsjahre ist dies die schärfste deutschsprachige Philosophie der Technik. Jonas fordert Pflicht, Anders beschreibt Scham und Ungenügen. Die Ökologiebewegung hat ihn spät gelesen, die Medientheorie oft ohne den Namen. Wer Anders nur als Mahner gegen die Bombe liest, unterschlägt die alltägliche Zurichtung: dass wir uns vor dem Gerät gering vorkommen und das Gerät deshalb für das Maß halten.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
