Autor:Hans Jonas
Hans Jonas (1903–1993), in Mönchengladbach geboren und vor den Nationalsozialisten geflohen, hat der technischen Zivilisation eine Pflicht gegeben, die über die Lebenden hinausreicht. Das Prinzip Verantwortung von 1979 steht seither am Anfang jeder Ethik, die die Ungeborenen mitzählt.
Leben
Bei Husserl und Heidegger, die Gnosis als Dissertation, 1933 die Emigration: London, Jerusalem, der Krieg in der britischen Armee, dann die New School in New York. Der Umweg über die Biologie und über den Tod der Mutter in Auschwitz erklärt den Ernst, mit dem Jonas die Natur nicht als Vorrat behandelte. Er schrieb das Hauptwerk auf Deutsch im amerikanischen Exil. Er starb in New York.
Wirkung
Heuristik der Furcht, der Imperativ der Permanenz: Jonas hat die Pflicht von der Nähe auf die Zukunft umgestellt. Die ökologische Politik hat das Buch zur Urkunde genommen, oft zum Slogan verdünnt. Neben Günther Anders ist er der andere große deutsche Warner vor der Technik, die weiter reicht als das Gefühl.
Die Kritik nannte den Ton zu dunkel, die Politik zu obrigkeitlich. Wer Jonas nur als Kronzeugen der Grünen liest, unterschlägt die Metaphysik: dass Verantwortung aus Macht folgt, nicht aus Gesinnung. Wer nur die Metaphysik rettet, unterschlägt, dass er Staaten zum Handeln zwingen wollte, nicht nur Gewissen.
Werke
- Das Prinzip Verantwortung (1979)
In Auswahl außerdem: Gnosis und spätantiker Geist, Organismus und Freiheit, Technik, Medizin und Ethik.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.