Autor:Friedrich Dürrenmatt
Friedrich Dürrenmatt (1921–1990), in Konolfingen im Kanton Bern geboren, hat der Nachkriegsbühne die Schuld als Geschäft und die Physik als Farce gegeben. Die Komödie war bei ihm kein Trost, sondern die einzige Form, die der Katastrophe noch gewachsen ist.
Leben
Pfarrhaus, Philosophie und Literatur in Bern und Zürich, dann das freie Schreiben in Neuchâtel, wo er blieb. Aus dem gescheiterten Maler wurde der Stückeschreiber, der die deutschsprachige Bühne der fünfziger und sechziger Jahre füllte, ohne sich der Gruppe 47 anzuschließen. Kriminalromane neben den Stücken, Essays gegen die Atompolitik; er starb in Neuchâtel.
Wirkung
Dürrenmatt hat die Tragödie für unmöglich erklärt, sobald die Schuld kollektiv und der Untergang herstellbar ist – und hat trotzdem Stücke geschrieben, die wie Tragödien zuschlagen. In Der Besuch der alten Dame kauft der Wohlstand den Mord; in Die Physiker sperrt die Vernunft sich selbst ein. Der Richter und sein Henker zeigt das Recht als Falle, die der Klügere stellt.
Die Theater haben ihn zum Repertoire gemacht, die Schule zum Moralisten. Beides verkürzt die Kälte. Er war Schweizer genug, um die Idylle nicht zu glauben, und Theologe genug, um die Gnade nicht zu liefern. Die späten Prosaarbeiten und die großen Stoffsammlungen haben den öffentlichen Dürrenmatt überlebt, ohne ihn zu ersetzen.
Werke
- Der Richter und sein Henker (1952)
- Der Besuch der alten Dame (1956)
- Die Physiker (1962)
In Auswahl außerdem: Romulus der Große, Die Panne, Justiz.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.