Autor:Fernand Braudel

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Fernand Braudel (1902–1985), in Luméville-en-Ornois geboren, hat die Geschichte vom Thron der Könige auf das Meer, das Getreide und die lange Dauer geholt. Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II. ist das Buch, an dem die Annales-Schule gemessen wird.

Leben

Lehrjahre in Algerien, dann Paris, die Zeitschrift der Annales neben Lucien Febvre. Den Krieg verbrachte er in deutscher Gefangenschaft; dort entwarf er das Mittelmeerwerk aus dem Gedächtnis, ohne Archive. Nach 1945 baute er in Paris die Institution, die der Richtung den Apparat gab. Er starb in Cluses.

Wirkung

Braudel hat der Geschichte drei Geschwindigkeiten gegeben: die lange Dauer der Landschaften, die Konjunktur der Preise, den Schaum der Ereignisse. Philipp II. regiert bei ihm über Entfernungen, die Nachrichten zu spät machen. Wer nur Schlachten kennt, kennt die Vergangenheit nicht. Die Globalgeschichte arbeitet seither in einem Raum, den dieses Buch geöffnet hat.

Gelesen wird er als Befreier vom Heldenkult und als Mann, der den Menschen klein gegen das Klima stellte. Beides trifft, beides verkürzt. Die Genauigkeit der Akten hat er nicht verachtet; er hat sie anders gewichtet. Die Formel von der langen Dauer wanderte in die Feuilletons und meinte dort oft nur: es dauert. Bei Braudel meint sie das Relief, das Jahrhunderte trägt.

Werke

In Auswahl außerdem: Sozialgeschichte des 15.–18. Jahrhunderts, Modell Italien 1450–1650.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.