Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II.
| Daten zum Buch | |
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| Deutscher Titel: | Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II. |
| Autor(en): | Fernand Braudel |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Suhrkamp |
| Serie: | Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 1949 |
| Seitenanzahl: | 520 Seiten |
| Originaltitel: | La Méditerranée et le monde méditerranéen à l’époque de Philippe II |
| Originalsprache: | französisch |
| ISBN-10: | 3518289543 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783518289549 |
| Schlagwörter: | Mittelmeer, lange Dauer, Annales, Philipp II. |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Geschichte |
| Rezensionen | |
Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II. erschien 1949 und ist das Monument der Annales-Schule. Die Angaben beziehen sich auf den ersten Band der Suhrkamp-Ausgabe; das Werk umfasst drei Bände. Braudel hat es in deutscher Kriegsgefangenschaft entworfen. Der Held ist nicht Philipp II., sondern das Meer.
Inhalt
Der erste Gang gilt der geographischen Zeit: Gebirge, Küsten, Inseln, Wüsten, die langsamen Wege der Herden und Schiffe. Menschen handeln, aber das Relief handelt länger. Braudel nennt das die lange Dauer – Strukturen, die Jahrhunderte dauern und die Ereignisse tragen, ohne in ihnen aufzugehen. Das Mittelmeer ist hier ein Raum aus drei Teilen, verbunden durch Schifffahrt, Getreide und Seuche.
Der zweite Gang gilt den Konjunkturen: Demographie, Preise, Edelmetall aus Amerika, Reiche und ihre Finanzen, der Krieg als Dauerzustand. Spanien, das Osmanische Reich, Venedig, Genua erscheinen als Atemzüge desselben Systems. Philipp II. regiert in Madrid über Entfernungen, die Nachrichten zu spät machen. Politik wird zur Funktion von Wind und Wechselkurs.
Erst der dritte Gang erzählt Ereignisse – Lepanto, die Armada, die Diplomatie des Escorial. Sie sind der Schaum auf dem Wasser, sagt Braudel, und behandelt sie trotzdem genau. Die Pointe ist nicht, dass Schlachten nichts bedeuten. Die Pointe ist, dass sie nichts erklären, wenn man nicht vorher das Meer verstanden hat. Geschichte hat drei Geschwindigkeiten, und wer nur die schnellste kennt, kennt sie nicht.
Einordnung
Mit diesem Buch hört Geschichte auf, eine Abfolge von Hauptstädten zu sein. Huizingas Herbst des Mittelalters hatte Formen gelesen, Braudel liest Zeiten. Die Annales werden daran gemessen, auch wo sie später abgewichen sind. Wer heute Globalgeschichte schreibt – Osterhammels Die Verwandlung der Welt eingeschlossen –, arbeitet in einem Raum, den Braudel geöffnet hat: unten die Dauer, oben der Lärm.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
Später durchgesehen: Ein zweites KI-Sprachmodell hat den Text geprüft und einzelne Formulierungen berichtigt (Claude Opus 5, Anthropic). Bestand, Auswahl und Ausgabendaten blieben dabei unverändert; welche Sätze geändert wurden, zeigt die Versionsgeschichte.