Autor:Wassili Grossman
Wassili Grossman (1905–1964), in Berditschew geboren, hat dem sowjetischen Kriegsroman den Sieg genommen und die Freiheit als Maß dagegengehalten. Leben und Schicksal wurde 1961 beschlagnahmt; erschienen ist es 1980 in Lausanne. Der KGB hat das Manuskript für gefährlicher gehalten als eine Niederlage.
Leben
Jüdische Herkunft in der Ukraine, Chemie, dann die Prosa. Im Krieg Frontberichterstatter vor Stalingrad, einer der ersten, die Treblinka beschrieben. Der Umweg über die Front erklärt das Epos: Grossman kannte den Sieg von innen und schrieb ihn nicht als Weihe. 1961 die Beschlagnahme, das verbotene Buch, der Tod in Moskau 1964, ohne Druck. Die Veröffentlichung im Westen kam zu spät für ihn und rechtzeitig für die Leser.
Wirkung
Grossman hat Hitler und Stalin in einem Roman zusammengedacht, nicht als Gleichung, sondern als zwei Formen derselben Verachtung des Einzelnen. Stalingrad, die Gaskammer, das Labor, die Ehe: Das Epos kennt den Totalitarismus von innen. Neben Alexander Solschenizyns Der Archipel GULAG und Hannah Arendts Theorie steht es als Erzählwerk, das den Staat nicht von außen anklagt.
Lange war er der Unbekannte neben dem Archipel. Die späte Weltwirkung hat ihn zum russischen Tolstoi des 20. Jahrhunderts erklärt, was das Buch eher belastet als erhellt. Wer Grossman nur als Kronzeugen gegen die Sowjetunion liest, unterschlägt die Liebe zur russischen Welt und die Genauigkeit der Schlacht. Alles fließt ist das schmalere Vermächtnis; Leben und Schicksal bleibt das große.
Werke
- Leben und Schicksal (1980)
In Auswahl außerdem: Alles fließt, Die Hölle von Treblinka, Für eine gerechte Sache.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.