Menschenkind

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Menschenkind
Autor(en): Toni Morrison
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Rowohlt
Serie:
Erscheinungsjahr: 1987
Seitenanzahl: 350 Seiten
Originaltitel: Beloved
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3499135809
ISBN-13/

EAN-Code:

9783499135808
Schlagwörter: Sklaverei, Erinnerung, Mutterschaft, Geist
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Menschenkind (englisch Beloved) ist der 1987 erschienene Roman von Toni Morrison. Eine ehemalige Sklavin hat ihr Kind getötet, um es vor der Rückkehr in die Sklaverei zu bewahren – und das Kind kommt wieder.

Inhalt

Ohio, 1873. Sethe lebt mit der Tochter Denver in einem Haus, das spukt. Achtzehn Jahre zuvor ist sie von der Plantage Sweet Home in Kentucky geflohen, hat unterwegs das vierte Kind geboren und in Cincinnati, als der Sklavenfänger vor der Tür stand, den Kindern die Kehle durchschneiden wollen. Ein Kind starb. Die Söhne sind später fortgelaufen, die Schwiegermutter Baby Suggs ist tot. Dann kommt Paul D, der mit Sethe auf Sweet Home war, und vertreibt den Spuk.

Eine junge Frau taucht auf, nass, kaum gekleidet, nennt sich Beloved. Denver hängt an ihr, Sethe erkennt in ihr die Tote und gibt ihr alles: Arbeit, Essen, sich selbst. Die Gegenwart der Angekommenen holt die Plantage zurück – die „Schulstunde“ des sadistischen Lehrers, die Milch, die Sethe geraubt wurde, die Narbe auf ihrem Rücken, die wie ein Baum aussieht. Paul D erfährt von der Tötung und geht.

Beloved wächst, Sethe schwindet. Die Frauen der schwarzen Gemeinde kommen vors Haus und singen; Beloved verschwindet. Denver tritt hinaus in die Stadt. Paul D kehrt zurück. Der Schluss sagt nicht, dass die Tote versöhnt ist. Er sagt, dass dies keine Geschichte zum Weitergeben sei – und gibt sie trotzdem weiter.

Einordnung

Morrison hat den Fall der Margaret Garner aus dem Jahr 1856 zur Grundlage genommen und daraus kein Historienbild, sondern eine Geistergeschichte der Sklaverei gemacht. 1988 erhielt der Roman den Pulitzerpreis; 1993 den Nobelpreis die Autorin. Neben Ralph Ellisons Der unsichtbare Mann und Colson Whiteheads Underground Railroad steht Menschenkind als das Buch, das die Sklaverei nicht als abgeschlossene Vergangenheit behandelt, sondern als Gegenwart, die im Haus wohnt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.