Autor:Klaus Mann
Klaus Mann (1906–1949), in München geboren, hat der deutschen Kunst die Schminkkammer als Schauplatz der Anpassung gegeben. Mephisto ist der Roman einer Karriere: Hendrik Höfgen dient sich nach 1933 den neuen Herren an und spielt den Teufel, als wäre das nur eine Rolle.
Leben
Sohn Thomas Manns, früh publizierend, 1933 das Exil: Der Umweg war dieser berühmte Name, der schützte und erdrückte, und die Flucht, die den Blick auf die Zurückgebliebenen schärfte. Amsterdam, Paris, die Vereinigten Staaten, der Dienst in der amerikanischen Armee; 1936 erschien Mephisto bei Querido. Nach der Rückkehr nach Europa fand er keinen festen Boden. Im Mai 1949 nahm er sich in Cannes das Leben.
Wirkung
Klaus Mann hat den Schlüsselroman als Zeitdiagnose geschrieben: nicht Gustaf Gründgens allein, sondern der Typus des begabten Dieners, der jede Sprache lernt, die die Bühne braucht. Höfgen rettet, wo es wenig kostet, und verrät, wo die Laufbahn droht. Die Strafe ist das Gelingen. Neben dem späteren Doktor Faustus des Vaters, der den Pakt in die Musik hebt, hält sich der Sohn an Intendanz, Schminke und Telefonangst.
In der Bundesrepublik war das Buch lange verboten, weil der Adoptivsohn Gründgens’ klagte; erst 1981 erschien es wieder frei. Die Sperre hat aus einem Exilroman ungewollt ein Lehrstück über Nachkrieg und Ansehen gemacht. István Szabós Film setzte Höfgen ins internationale Bild. Wer den Band nur als Abrechnung mit einem Schauspieler liest, hat den Untertitel nicht verstanden: Es geht um eine Karriere, die viele hätten machen können.
Werke
- Mephisto (1936)
- Der Vulkan (1939)
In Auswahl außerdem: Der Wendepunkt, Flucht in den Norden.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.