Das Ende der Geschichte: Unterschied zwischen den Versionen
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SCHLAGWORT = Liberalismus, Anerkennung, Letzter Mensch, Hegemonie| | SCHLAGWORT = Liberalismus, Anerkennung, Letzter Mensch, Hegemonie| | ||
SACH = Sachbuch, Politik| | SACH = Sachbuch, Politik| | ||
Aktuelle Version vom 19. August 2026, 17:25 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Ende der Geschichte |
| Autor(en): | Francis Fukuyama |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Hoffmann und Campe |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1992 |
| Seitenanzahl: | 510 Seiten |
| Originaltitel: | The End of History and the Last Man |
| Originalsprache: | englisch |
| ISBN-10: | 3455015204 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783455015201 |
| Schlagwörter: | Liberalismus, Anerkennung, Letzter Mensch, Hegemonie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Rezensionen | |
Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir? (englisch The End of History and the Last Man) ist das 1992 erschienene Buch von Francis Fukuyama. Die liberale Demokratie, so die These, ist der Endpunkt der politischen Entwicklung: nicht das Ende der Ereignisse, das Ende der grundsätzlichen Alternativen.
Inhalt
Fukuyama stützt sich auf Hegel, gelesen mit Alexandre Kojève: Geschichte als Kampf um Anerkennung, der im Rechtsstaat und im Markt zur Ruhe kommt. Die Naturwissenschaften treiben die Modernisierung; das Verlangen, als Gleicher zu gelten, treibt die Politik. Faschismus und Kommunismus sind gescheitert. Was bleibt, ist die liberale Ordnung – und der letzte Mensch, den Nietzsche fürchtete: satt, risikolos, ohne Thymos, ohne Zorn auf die eigene Kleinheit.
Das Buch ist aus einem Aufsatz von 1989 gewachsen, geschrieben im Jahr des Mauerfalls. Fukuyama räumt ein, dass nicht alle Staaten angekommen sind. Der Mangel liege in der Umsetzung, nicht im Prinzip. Die großen Fragen seien geklärt.
Der Ton ist der des Essays, der zur Geschichtsphilosophie wird: belesen, siegesgewiss, mit einer Melancholie am Rand. Der letzte Mensch ist keine Fußnote. Er ist der Preis, den Fukuyama selbst nennt.
Einordnung
Selten ist eine Prognose so schnell und so gründlich von der Geschichte widerlegt worden: Kriege, Theokratien, der Rückfall in Autokratie, der Streit um die Demokratie im Innern des Westens. Die These ist zu grob, zu westlich, zu sehr vom Ende des Kalten Krieges geblendet. Samuel P. Huntingtons Kampf der Kulturen war die erste grobe Gegenformel; genauer sind die Einwände, dass Anerkennung nicht im Markt endet und dass Institutionen zerfallen, die Fukuyama für Endzustand hielt. Wer ihn nur als naiven Sieger von 1989 liest, unterschlägt den letzten Menschen. Wer nur den letzten Menschen rettet, unterschlägt, dass das Buch die Hegemonie der liberalen Ordnung für abgeschlossen erklärte – und damit selbst zur Ideologie der neunziger Jahre wurde.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
