Die Klavierspielerin: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 18. August 2026, 13:44 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Die Klavierspielerin |
| Autor(en): | Elfriede Jelinek |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | Rowohlt |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 1983 |
| Seitenanzahl: | 320 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3499123452 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783499132456 |
| Schlagwörter: | Mutter, Gewalt, Körper, Wien |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Die Klavierspielerin ist der 1983 erschienene Roman von Elfriede Jelinek. Eine Klavierlehrerin Mitte dreißig lebt mit der Mutter in einer Wiener Wohnung, die kein Innenleben erlaubt – nur Dressur.
Inhalt
Erika Kohut unterrichtet am Konservatorium, gibt vor, Künstlerin zu sein, und geht abends nach Hause zu der Frau, die sie besitzt. Der Vater ist längst in die Anstalt abgeschoben. Die Mutter prügelt, reißt Haare aus, wartet, kontrolliert das Geld, den Fernseher, die Zeit. Erika kauft Kleider und versteckt sie; sie sticht sich mit Rasierklingen, geht in Peepshows, fährt mit der U-Bahn zu Paaren im Park. Der Körper ist das einzige Gelände, das der Mutter nicht ganz gehört, und auch das nur als Schaden.
Walter Klemmer, ein Schüler, will Erika erobern, als wäre sie die große Leidenschaft. Sie diktiert ihm in einem Brief, was er ihr antun soll: Demütigung, Schläge, Fesseln. Klemmer ist entsetzt und erregt und vergewaltigt sie am Ende in der Schule, auf seine Weise, nicht auf ihre. Die Mutter bleibt die erste Zuhörerin.
Erika geht mit einem Messer durch Wien, um Klemmer zu treffen, und verletzt sich selbst. Der Roman schließt, ohne dass jemand frei wird. Die Sprache ist kalt, witzig, unerbittlich: Jelinek seziert das Kleinbürgertum, als wäre es ein Schlachtplan.
Einordnung
Jelinek hat aus der eigenen Mutterbeziehung den härtesten Wiener Roman der achtziger Jahre gemacht. Michael Haneke verfilmte ihn 2001 mit Isabelle Huppert. 2004 erhielt die Autorin den Nobelpreis; die Begründung nannte die sprachliche Gewalt, mit der sie die Machtverhältnisse durchleuchtet. Neben Ingeborg Bachmanns Malina steht Die Klavierspielerin als Buch, in dem die Liebe der Familie die erste Folter ist.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.