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Aktuelle Version vom 18. August 2026, 13:38 Uhr
| Daten zum Buch | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Austerlitz |
| Autor(en): | W. G. Sebald |
| Herausgeber: | |
| Erscheinungsort: | |
| Verlag: | S. Fischer |
| Serie: | |
| Erscheinungsjahr: | 2001 |
| Seitenanzahl: | 416 Seiten |
| Originaltitel: | - |
| Originalsprache: | deutsch |
| ISBN-10: | 3596157528 |
| ISBN-13/
EAN-Code: |
9783596157525 |
| Schlagwörter: | Erinnerung, Shoah, Architektur, Kindheit |
| Sachgebiete: | Roman |
| Rezensionen | |
Austerlitz ist der 2001 erschienene letzte Roman von W. G. Sebald. Ein Mann, der als Kind aus Prag nach Wales gebracht wurde, sucht die Geschichte, die man ihm vorenthalten hat.
Inhalt
Der Erzähler begegnet Jacques Austerlitz seit den sechziger Jahren in Bahnhöfen und Bibliotheken, in Antwerpen, London, Paris. Austerlitz fotografiert Architektur, Festungen, Wartehallen, und spricht in langen, kaum unterbrochenen Sätzen über die Gewalt, die in Gebäuden steckt. Erst spät erzählt er, dass er als fünfjähriger Dino Elyan in einem walisischen Pfarrhaus aufwuchs, ohne zu wissen, woher er kam.
Eine Radiosendung über die Kindertransporte stößt die Erinnerung an. In Prag findet Austerlitz die Nachbarin Vera, die ihm die Mutter zurückgibt: Agáta, Schauspielerin, die 1944 nach Theresienstadt musste. Der Vater Maximilian ist nach Paris geflohen und verschollen. Austerlitz fährt nach Terezín, durch das Ghetto-Museum, durch die Räume, in denen die Mutter gewesen sein muss, und erkennt nichts, was ihm gehört, nur die Ordnung der Vernichtung.
In Paris sucht er den Vater in den Akten der Polizei und der Bibliothèque nationale, einem Bau, der über einem alten Lager steht. Der Roman endet nicht mit einem Fund. Er endet mit dem Erzähler, der Austerlitz’ Schlüssel hat, und mit einem Buch über das Lager Gurs, das Austerlitz ihm hinterlassen hat. Die Fotografien im Text – leer, grau, unbeschriftet – sind Belege, die nichts beweisen außer der Abwesenheit.
Einordnung
Sebald, in Bayern geboren und in England lehrend, hat aus der Nachkriegsschuld der Deutschen eine Form gemacht: den Satz, der nicht abbricht, das Bild, das nicht erklärt. Austerlitz erhielt den National Book Critics Circle Award und machte den Autor weltweit zum Chronisten der verschleppten Erinnerung. Neben Primo Levis Ist das ein Mensch und Toni Morrisons Menschenkind steht das Buch als Versuch, die Shoah nicht zu schildern, sondern nachzuholen, was ein Kind nicht wissen durfte.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.