Politics of Piety: Unterschied zwischen den Versionen

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  ISBN13 = 9780691089492|
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  SCHLAGWORT = Frömmigkeit, Moschee, Tugend, Handlungsmacht|
  SCHLAGWORT = Frömmigkeit, Moschee, Tugend, Handlungsmacht|
  SACH = Sachbuch, Anthropologie|
  SACH = Sachbuch, Anthropologie|

Aktuelle Version vom 25. August 2026, 21:12 Uhr

Saba Mahmood · 2005 · Sachbuch, Anthropologie


Das Werk
Deutscher Titel: Politics of Piety
Autor(en): Saba Mahmood
Originaltitel: Politics of Piety
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 2005
Schlagwörter: Frömmigkeit, Moschee, Tugend, Handlungsmacht
Sachgebiete: Sachbuch, Anthropologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Princeton University Press


Umfang dieser Ausgabe: 272 Seiten
ISBN: 9780691149806
Verweise


Politics of Piety. The Islamic Revival and the Feminist Subject erschien 2005 bei Princeton; eine deutsche Buchausgabe fehlt. Saba Mahmood folgt Frauen in den Moscheen Kairos, die sich in Tugend üben – Verschleierung, Gebet, Scheu –, und widerspricht dem liberalen Reflex, in jeder Unterwerfung nur Unfreiheit zu sehen.

Inhalt

Mahmood, Schülerin Talal Asads, nimmt die islamische Erweckung ernst als ethische Arbeit am Selbst, nicht als falsches Bewusstsein. Handlungsmacht ist nicht nur Widerstand gegen Normen; sie kann in der Einübung von Normen liegen. Der Feminismus, der Befreiung als Entschleierung und Autonomie als Bruch denkt, erscheint als Provinz einer säkularen Freiheit, die andere Lebensformen nicht liest, sondern richtet. Aristoteles’ Tugend, Foucaults Selbsttechniken, das Feld in Kairo: Die Theorie kommt aus der Ethnographie, nicht über sie. Wer Mahmood nur als Gegnerin des Feminismus liest, unterschlägt, dass sie Freiheit nicht streicht, sondern lokalisiert. Wer nur Butler kennt, unterschlägt das Feld.

Das Buch hat die Anthropologie und die Geschlechterforschung nach 2005 gespalten. Die Kritik nannte das eine Entlastung der Herrschaft, zu wenig Staat, zu fromm, eine Romantisierung der Moscheebewegung. Mahmood hält dagegen, dass ohne diese Lektüre die Frauen in Kairo nur als Opfer oder als Vorstufe des Westens vorkommen. Die Gefahr ist die Umkehr: Jede Unterwerfung wird zur Handlungsmacht. Der Band ist enger und unbequemer: Er verlangt, Tugend als Politik zu lesen, ohne sie zu feiern.

Deutsche Seminare zitieren den englischen Titel; »Politik der Frömmigkeit« ist Umschreibung. Die Wirkung reicht in Debatten über Verschleierung, Laizität, säkulare Kritik. Wer das Buch als Plädoyer für den Schleier liest, hat die Ethnographie mit einer Fatwa verwechselt.

Einordnung

Ohne dieses Buch bleibt die feministische Theorie der Religion eine Befreiungslehre ohne Feld. Mahmood hat ihr die fromme Handlungsmacht als Problem gegeben, nicht als Lösung. Wer nach 2005 von Handlungsmacht spricht und nur Widerstand meint, spricht hinter diesem Band.

Ideen

Säkularität (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.