Saba Mahmood (1962–2018), in Pakistan geboren, hat Frömmigkeit gegen den liberalen Reflex gelesen, der in jeder Unterwerfung nur Unfreiheit sieht. Politics of Piety ist die Ethnographie der Frauen in den Moscheen Kairos.
Leben
Anthropologie, Chicago, Berkeley. Schülerin und Gesprächspartnerin Talal Asads. Der Umweg über die islamische Erweckung erklärt das Werk: Wer Frauen in der Daʿwa nicht als Opfer des Patriarchats abhaken will, muss die Tugend ernst nehmen, die sie suchen. Mahmood starb 2018. Die Wirkung ist seither größer als die Zahl der Bücher.
Wirkung
Mahmood hat der Anthropologie und der Geschlechterforschung den säkularen Fortschrittsglauben genommen: Handlungsmacht ist nicht nur Widerstand, sie kann in der Einübung von Normen liegen. Der Feminismus, der Befreiung als Entschleierung denkt, erscheint als Provinz. Seminare nach 2005 kommen an Kairo nicht vorbei.
Die Kritik nannte das eine Entlastung der Herrschaft, zu wenig Staat, zu fromm. Wer Mahmood nur als Gegnerin des Feminismus liest, unterschlägt, dass sie Freiheit nicht streicht, sondern lokalisiert. Wer nur Butler kennt, unterschlägt das Feld.
Werke
- Politics of Piety (2005)
In Auswahl außerdem: Religious Difference in a Secular Age.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.