Eine kurze Geschichte der Menschheit: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Informationen zum Buch|
DT = Eine kurze Geschichte der Menschheit|
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DT = Eine kurze Geschichte der Menschheit|
OT = Sapiens. A Brief History of Humankind|
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AUTOR = [[Autor:Yuval Noah Harari|Yuval Noah Harari]]|
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HERAUS = -|
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VER = Deutsche Verlags-Anstalt|
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ISBN10 = 3570552691|
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ISBN13 = 978-3570552698|
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ISBN10 = 342104595X|
SER = -|
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ISBN13 = 9783421045959|
SCHLAGWORT = Universalgeschichte, Geschichte der Menschheit|
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SCHLAGWORT = Fiktion, Sapiens, Landwirtschaft, Mythos|
SACH = Geschichstwissenschaft|
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SACH = Sachbuch, Geschichte|
REZ = * momentan liegen keine Rezensionen vor
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REZ = * [https://de.wikipedia.org/wiki/Eine_kurze_Geschichte_der_Menschheit Wikipedia]|
 
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Der Historiker ''Yuval Noah Harari'' unternimmt mit seinem Sachbuch [[Eine kurze Geschichte der Menschheit]] nicht nur den Versuch, die seiner Ansicht nach 70.000 Jahre alte Geschichte der Menschheit nachzuzeichnen, sondern möchte zugleich zeigen, warum bisher gerade der Mensch einen unvergleichbaren Siegeszug unter allen Lebewesen der Erde davongetragen hat. Harari zieht dazu die '''kognitive Revolution''' vor etwa 70.000 Jahren (11 ff), die '''landwirtschaftliche Revolution''' vor ca. 11.500 Jahren (101 ff), die '''Vereinigung der Menschheit''' durch Wirtschafts- und Religionssysteme (201 ff) und die '''wissenschaftliche Revolution''' (301 ff) vor  500 Jahren heran.
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''Eine kurze Geschichte der Menschheit'' erschien 2011 auf Hebräisch, deutsch 2013. [[Autor:Yuval Noah Harari|Yuval Noah Harari]] erzählt die Spezies als Aufstieg durch gemeinsame Fiktionen: Geld, Götter, Menschenrechte, Aktiengesellschaften – Dinge, die es nur gibt, weil genug Menschen daran glauben.
  
Harari stellt in Bezug auf die '''kognitive Revolution''' des Homo Sapiens drei Theorien (53) vor. Demnach ist die Sprache das entscheidende Merkmal, das uns von den Tieren insoweit unterscheidet, als dass wir über die Sprache 1.) konkrete und große Mengen an Informationen über unsere Umwelt weitergeben können, 2.) Informationen über soziale Beziehungen austauschen können und/ oder 3.)  Informationen über fiktive Dinge (Mythen, Menschenrechte, Nationen) austauschen können, mit deren Hilfe größere Verbände von Menschen zusammengehalten werden können. Harari  glaubt, dass 50 Menschen vermutlich 50 Neandertalern unterlegen gewesen seien, aber 500 Menschen allen Neandertalern, weil diese nur in kleinen Verbänden hätten kämpfen können. (52)
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== Inhalt ==
  
Die '''landwirtschaftliche Revolution''' bzw. die Sesshaftwerdung vor ca. 11.500 Jahren in der heutigen Südosttürkei stellt Harari dagegen nicht nur als einen Gewinn des Menschen dar, sondern eher als seinen größten Betrug (104). Seiner Ansicht ist sie sogar eine zwar erfolgreiche, aber domestizierende Falle (105) für den Menschen geworden, weil sie den ehemaligen Wildbeuter Mensch an die Scholle band und ihn zum Wasserschleppen verdammte. (115) Aus seiner Sicht fühlen wir uns bis heute als freie Jäger, leben aber als geknechtete Bauern (102). Dennoch resultierte aus der Sesshaftwerdung des Menschen ein ungeahnter Kinderreichtum, weil Frauen nun jährlich Kinder zur Welt bringen konnten. (112) Zudem seien auch nur aus der Sesshaftwerdung erste kulturelle bzw. kultische Großprojekte wie z.B. Stonehenge (4.500 alt) zu erklären, wenn man auch in Göbekli Tepe in der Südosttürkei, also dem Ort der Sesshaftwerdung des Menschen, erste kultische Großbauten gefunden habe, die noch aus der Zeit der Wildbeuter stammen. (118)
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Drei Schwellen: die kognitive Revolution, die den Homo sapiens vor etwa siebzigtausend Jahren Geschichten erzählen ließ; die landwirtschaftliche, die ihn an Äcker band und unglücklicher machte; die wissenschaftliche, die Macht ohne Sinn lieferte. Harari streicht die Sonderstellung des Geistes nicht, er verlagert sie. Was uns eint, ist nicht die Wahrheit, sondern die geteilte Einbildung. Weizen hat uns domestiziert, nicht wir ihn. Imperien und Religionen sind große Mythen mit Verwaltung.
Aus Sicht Hararis tragen jedoch nicht nur die Menschen die Bürde dieses menschlichen Erfolgs, sondern vor allem auch die sehr große Masse '''versklavter Tiere''' in der Welt, ca. 1 Milliarde Kühe und Schafe und 25 Milliarden Hühner (120 f). Diese litten an unserer Sesshaftwerdung mehr noch als wir selbst.  
 
  
In Bezug auf die '''Vereinigung der Menschheit''' bezieht sich Harari vor allem auf die wirtschaftlichen und die religiösen Interessen der Menschen. Aus beiden Beweggründen wurde der Gegensatz von ''wir'' und ''die anderen'' überwunden und die Menschheit als Ganzes betrachtet (211), wobei Harari selbstverständlich auch Liberalismus, Kommunismus und Kapitalismus als Religonen betrachtet. (277)
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Das Buch ist Popularisierung im Wortsinn: flott, global, ohne Archivfuß. Es verkauft sich in Millionen. Fachhistoriker haben es angegriffen – zu glatt die Spezies-Erzählung, zu sicher die Anthropologie, zu wenig Ort, zu viel Pointe, Fehler im Detail, die ein Seminar nicht durchließe. Harari antwortet mit Reichweite: Wer die Menschheit in einem Band will, muss streichen. Die Streichung ist das Problem. Aus Jägern werden Optimierer, aus Kulturen Kapitel, aus dem 20. Jahrhundert eine Steigerung der Fiktion bis zur Gentechnik.
  
Die '''wissenschaftliche Revolution''' schließlich führte geradezu zu einer Explosion der Menschheit. Um 1500 lebten nur ca. 500 Mio. Menschen auf der Welt, heute jedoch schon 7 Milliarden, die im Verhältnis sogar noch wesentlich mehr Waren produzieren und Energie verbrauchen als je zuvor: "14 mal so viele Menschen produzieren 240 mal so viel und verbrauchen dabei 115 mal so viel Energie" (301). Aus Sicht Hararis wurde die wissenschaftliche Revolution dadurch eingeleitet, dass wir erkannten, dass wir das meiste eben genau nicht wissen, insofern war die kongitive Revolution genaugenommen eine '''Revolution der Unwissenheit''' (306). Einen besonderen Schub bedeutete zudem die Vermengung von Wissenschaft und Technologie um 1900. Bis dahin war die Wissenschaft für Herrscher häufig eher eine Wissenschaft zur Weitergabe alten Wissens und damit zur Festigung der eigene Herrschaft. (318) Heute herrscht dagegen eine Ideologie des Fortschritts vor (322), die durch ihr '''Vertrauen in die Zukunft''' selbst sehr mächtig ist. Der '''Glaube an grenzenloses Wachstum''' erzeugte so laut Hararis so auch die Funktionalität des Kredits, der immer schnelleres Wirtschaftswachstum befeuerte, aber auch jene Blasenbildung, die wir heute kennen und deren erste Harrari mit der sog. '''Mississipi-Blase''' (395) beschrieben wird.
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Die Wirkung ist riesig und geht am Fach vorbei ins Selbstgespräch der Gegenwart: Was kommt nach dem Menschen, wenn er sich selbst umbauen kann? Das ist Philosophie im Gewand der Urgeschichte, und als Urgeschichte oft zu schwach.
Untrennbar mit der wissenschaftliche Revolution ist natürlich auch die '''industrielle Revolution''' verbunden. Harari beschreibt, wie uns die Erfindung der Dampfmaschine aus den beiden großen Kreisläufen der Natur (Tag und Nacht sowie Werden und Vergehen) befreit habe (410), aber zugleich in die Abhängigkeit von Staat und Industrie (429) gebracht habe, wobei Harari vorrechnet, dass durch den Staat und mit dem Zurückdrängen der Familien und Horden die Gewalt massiv abgenommen habe. Vor 10.000 gabe es laut Harari Mordraten von 15% der Bevölkerung, heute ist diese jedoch auf 0,09 % gesunken. (449)
 
  
== Bewertung ==
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== Einordnung ==
  
Das Buch Hararis ist kein wissenschaftliches Werk, sondern ein Sachbuch, dennoch würden viele Historiker gut daran tun in ähnlich lesbarer Form zu schreiben wie Harari. Inhatlich ist Harari daher auch in vielen Bereichen angreifbar, insbesondere zu seinen Darstellungen zu den Wildbeutern. Dennoch ist diese Buch unglaublich dicht mit ungewöhnlichen und guten Gedanken, so dass man diese Buch - ungewöhnlich für einen Bestseller - wirklich nur Jedem zur intensiven Lektüre empfehlen kann.
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Neben Diamonds [[Waffen, Keime und Stahl]] und Graebers und Wengrows [[Anfänge]] ist Harari der erfolgreichste Erzähler der Spezies – und der angreifbarste. Diamond sucht Geographie, [[Anfänge]] sucht Freiheit, Harari sucht den Mythos, der Milliarden koordiniert. Wer ihn als letzten Stand der Forschung liest, liest falsch. Wer leugnet, dass nach 2013 Millionen so über den Menschen sprechen, leugnet das Buch, das sie dazu brachte.
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[[Kategorie:Sachbuch]]
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[[Kategorie:Geschichtsschreibung]]
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{{KI-Hinweis|Grok 4.6, xAI}}

Aktuelle Version vom 19. August 2026, 16:01 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Eine kurze Geschichte der Menschheit
Autor(en): Yuval Noah Harari
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
Serie:
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenanzahl: 525 Seiten
Originaltitel: קיצור תולדות האנושות
Originalsprache: hebräisch
ISBN-10: 342104595X
ISBN-13/

EAN-Code:

9783421045959
Schlagwörter: Fiktion, Sapiens, Landwirtschaft, Mythos
Sachgebiete: Sachbuch, Geschichte
Rezensionen
Umschlag

Eine kurze Geschichte der Menschheit erschien 2011 auf Hebräisch, deutsch 2013. Yuval Noah Harari erzählt die Spezies als Aufstieg durch gemeinsame Fiktionen: Geld, Götter, Menschenrechte, Aktiengesellschaften – Dinge, die es nur gibt, weil genug Menschen daran glauben.

Inhalt

Drei Schwellen: die kognitive Revolution, die den Homo sapiens vor etwa siebzigtausend Jahren Geschichten erzählen ließ; die landwirtschaftliche, die ihn an Äcker band und unglücklicher machte; die wissenschaftliche, die Macht ohne Sinn lieferte. Harari streicht die Sonderstellung des Geistes nicht, er verlagert sie. Was uns eint, ist nicht die Wahrheit, sondern die geteilte Einbildung. Weizen hat uns domestiziert, nicht wir ihn. Imperien und Religionen sind große Mythen mit Verwaltung.

Das Buch ist Popularisierung im Wortsinn: flott, global, ohne Archivfuß. Es verkauft sich in Millionen. Fachhistoriker haben es angegriffen – zu glatt die Spezies-Erzählung, zu sicher die Anthropologie, zu wenig Ort, zu viel Pointe, Fehler im Detail, die ein Seminar nicht durchließe. Harari antwortet mit Reichweite: Wer die Menschheit in einem Band will, muss streichen. Die Streichung ist das Problem. Aus Jägern werden Optimierer, aus Kulturen Kapitel, aus dem 20. Jahrhundert eine Steigerung der Fiktion bis zur Gentechnik.

Die Wirkung ist riesig und geht am Fach vorbei ins Selbstgespräch der Gegenwart: Was kommt nach dem Menschen, wenn er sich selbst umbauen kann? Das ist Philosophie im Gewand der Urgeschichte, und als Urgeschichte oft zu schwach.

Einordnung

Neben Diamonds Waffen, Keime und Stahl und Graebers und Wengrows Anfänge ist Harari der erfolgreichste Erzähler der Spezies – und der angreifbarste. Diamond sucht Geographie, Anfänge sucht Freiheit, Harari sucht den Mythos, der Milliarden koordiniert. Wer ihn als letzten Stand der Forschung liest, liest falsch. Wer leugnet, dass nach 2013 Millionen so über den Menschen sprechen, leugnet das Buch, das sie dazu brachte.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.