Der Mann ohne Eigenschaften: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 18. August 2026, 13:41 Uhr

Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der Mann ohne Eigenschaften
Autor(en): Robert Musil
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Rowohlt
Serie:
Erscheinungsjahr: 1930
Seitenanzahl: 1042 Seiten
Originaltitel: -
Originalsprache: deutsch
ISBN-10: 3499135752
ISBN-13/

EAN-Code:

9783499135754
Schlagwörter: Moderne, Kakanien, Essayroman, Eigenschaftslosigkeit
Sachgebiete: Roman
Rezensionen

Der Mann ohne Eigenschaften ist der unvollendete Roman von Robert Musil, dessen erster Band 1930 erschien. Er gilt als das große essayistische Erzählwerk der deutschen Moderne: ein Buch, das die untergehende Habsburgermonarchie und den Zustand des Denkens vor 1914 in einem Zug erfasst.

Inhalt

Wien, 1913. Ulrich, Mathematiker Anfang dreißig und ohne festen Beruf, beschließt, ein Jahr lang Urlaub vom Leben zu nehmen. Er hat Eigenschaften genug, aber keine, die ihn festlegt – deshalb der Titel. Um ihn herum bereitet die Parallelaktion das siebzigjährige Thronjubiläum Kaiser Franz Josephs vor, das 1918 mit dem deutschen Kaiserjubiläum zusammenfallen soll; ein Komitee aus Graf Leinsdorf, der Bankierstochter Diotima, Generälen und Literaten sucht nach einer großen Idee, die Österreich der Welt voranstellen könnte, und findet keine.

Was in einem gewöhnlichen Roman Handlung wäre, ist hier Erörterung. Ulrich denkt über Genauigkeit und Seele, über den Möglichkeits- und den Wirklichkeitssinn, über Moral ohne System. Moosbrugger, ein wegen Mordes angeklagter Zimmermann, beschäftigt die Gerichte und Ulrichs Phantasie: Was heißt schuldfähig, wenn der Täter sich selbst nicht versteht? Clarisse treibt ihren Mann Walter und später Ulrich in eine Erregung, die zwischen Kunst und Wahnsinn nicht unterscheiden will. Arnheim, der preußische Großindustrielle, verkörpert die Synthese aus Geist und Geschäft, die Ulrich durchschaut und doch fasziniert.

Im zweiten Band tritt Ulrichs Schwester Agathe auf; die Geschwister schließen ein Bündnis, das die Grenzen der bürgerlichen Moral überschreitet und ins Mystische führt. Der Krieg, auf den das Jahr 1913 zuläuft, bleibt außerhalb des fertigen Textes. Musil arbeitete bis zu seinem Tod 1942 an Fortsetzungen, die als Nachlass erschienen. Der Roman endet, wo die Epoche endet: bevor aus der großen Idee der Schuss wird.

Einordnung

Neben James Joyces Ulysses und Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit steht Musils Buch als dritter Pfeiler der europäischen Moderne, nur dass hier nicht das Innere einer Stadt oder einer Erinnerung, sondern das Denken selbst erzählt wird. Kakanien – Musils Name für Österreich-Ungarn – ist der Staat, der an Formeln glaubt und an keine. Wer nach der deutschen Antwort auf den großen Zeitroman sucht, findet sie hier unvollendet, und gerade deshalb treffend.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.