Autor:Wolfgang Schmidbauer

1941
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Wolfgang Schmidbauer (geb. 1941), in München geboren, hat den Helfenden die eigene Not nachgewiesen: Nächstenliebe als Beruf, der den Helfer verbraucht. Die hilflosen Helfer von 1977 prägte das Wort Helfersyndrom und blieb das Buch, nach dem Supervision in sozialen Berufen verlangt wird.

Leben

Vater 1944 in der Ukraine gefallen, Kindheit an bayerischen Orten, Psychologie in München, Promotion 1970 über Mythos und Ödipus. Seit 1973 freie Praxis als Analytiker, Gruppenleiter, Supervisor; Lehrauftrag, Gastprofessur in Kassel. Der Umweg ist die Helferrolle selbst: Wer Therapeut wird, nachdem der Vater fehlt, schreibt die Seelenkunde der Berufe, die retten wollen. Er lebt in München und am Ammersee.

Wirkung

Schmidbauer hat gezeigt, dass Helfen kränkt, wo es die eigene Bedürftigkeit verdeckt: Ideale, die alles oder nichts verlangen, Näheangst, die Ware Nächstenliebe. Früher als andere las er den Überfluss als seelische Formation (Homo consumens). Die späteren Bücher gelten Paar, Kränkung, Kriegstrauma der Väter, Konsum und der öffentlichen Empörung. Die Prosa bleibt verständlich, ohne die Analyse zu streichen.

Die Kritik nannte Popularisierung, zu viele Titel, zu wenig Schule. Wer ihn nur als Erfinder des Helfersyndroms liest, unterschlägt die Konsumkritik. Wer nur die Ratgeber nimmt, unterschlägt das erste Buch, das den Beruf des Helfens als Gefahr beschrieb, nicht als Tugendpfad. Das Syndrom ist in die Alltagssprache gewandert; das Buch bleibt schärfer als das Wort.

Werke

In Auswahl außerdem: Die Angst vor Nähe, Homo consumens.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.