Wissenschaft und menschliches Verhalten
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Wissenschaft und menschliches Verhalten |
| Autor(en): | Burrhus Frederic Skinner |
| Originaltitel: | Science and Human Behavior |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1953 |
| Schlagwörter: | Verhalten, Verstärkung, Operant, Kontrolle |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Psychologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kindler
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| Umfang dieser Ausgabe: | 496 Seiten |
| ISBN: | 9783463400743 |
| Verweise | |
Wissenschaft und menschliches Verhalten (englisch Science and Human Behavior) ist das 1953 erschienene Buch von Burrhus Frederic Skinner, in dem die Lehre vom operanten Verhalten zur Wissenschaft vom Menschen ausgeweitet wird. Die deutsche Kindler-Ausgabe hat den Behaviorismus als Programm lesbar gemacht: Innenwelt erklärt nichts, was nicht als Verhalten mit Folgen gefasst werden kann.
Inhalt
Skinner streicht Gefühl, Wille und Seele als Ursachen und behält sie als Begleiterscheinungen, die selbst erklärt werden müssen. Verhalten wird geformt durch Verstärkung: Was folgt, bestimmt, was wieder geschieht. Der Versuchskasten, die Taube, die pickt, der Mensch, der belohnt und bestraft wird – dasselbe Gesetz, verschiedene Geschichten. Unterscheidungen, Ketten, die Zeitpläne der Verstärkung, die das Glücksspiel härter binden als den gerechten Lohn: Das Labor liefert die Begriffe, die Kapitel über Staat, Religion, Psychotherapie und Erziehung sie anwenden. Kontrolle ist nicht die Entlarvung einer Verschwörung. Sie ist die Lage jedes sozialen Verhältnisses. Wer sie leugnet, wird von ihr geführt, ohne sie zu sehen.
Daraus folgt die Politik des Buches, die später in Jenseits von Freiheit und Würde schärfer wird. Freiheit ist das Gefühl, das eintritt, wenn die Kontrolle unsichtbar oder positiv ist; Würde das Gefühl, nicht unter offener Drohung zu stehen. Beides erklärt nicht, warum Menschen tun, was sie tun. Erziehung, Therapie, die Planung einer Kultur – Skinner denkt sie als Anordnung von Verstärkern, nicht als Appell an Einsicht. Der Roman Walden Two hatte die Gemeinde schon erzählt; hier steht die Theorie. Gegen James' Strom des Bewusstseins und gegen Freuds Instanzen setzt Skinner die Umwelt, die das Verhalten selektiert, wie die Natur Arten selektiert.
Unsicher bleibt, ob die Analogie zur Zucht das trägt, was Menschen sagen, wenn sie Neues sagen. Noam Chomskys Besprechung von Verbales Verhalten hat 1959 die Sprachlehre getroffen; dieses Buch von 1953 ist die Grundlage, auf der jene Lehre ruht. Der Ton ist der eines Ingenieurs der Kultur: nüchtern, zuversichtlich, ohne Ironie gegenüber dem, was er streicht. Wer nur den Versuchskasten sucht, unterschlägt die Kapitel über Institutionen. Wer nur den Gegner der Freiheit sucht, unterschlägt, dass Skinner die Kontrolle nicht einführt, sondern benennt – und sie in die Hände derer legen will, die planen, statt sie den Zufällen des Marktes und der Strafe zu überlassen. Die Empörung über diese Hände gehört zum Buch.
Einordnung
Skinner hat der Verhaltenlehre das Handbuch gegeben, das aus dem Labor eine Anthropologie macht. Verbales Verhalten überträgt sie auf die Sprache; Chomsky antwortet mit dem Vermögen, das keine Verstärkung erklärt. William James' Prinzipien der Psychologie und Sigmund Freuds Instanzen stehen als die Innenwelten, die hier entfallen. Die klinische Arbeit mit Verstärkung hat Spuren hinterlassen; die öffentliche Moral hat das Buch als Anschlag auf Würde gelesen. Wer nach 1953 menschliches Verhalten als Wissenschaft will, ohne Innenwelt, spricht Skinner – auch dort, wo er die Planung der Kultur nicht will.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
